Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.04.2015

02:09 Uhr

Ukraine

Janukowitsch-Vertrauter tot aufgefunden

Unter verdächtigen Umständen sind bereits drei Verbündete des des gestürzten prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch gestorben. Nun ist ein weiterer Ex-Abgeordneter tot - die ukrainische Polizei ermittelt.

Eine Reihe von Todesfällen im Umfeld des gestürzten Präsidenten Janukowitsch beschäftigt die Polizei in der Ukraine. dpa

Mond über Kiew

Eine Reihe von Todesfällen im Umfeld des gestürzten Präsidenten Janukowitsch beschäftigt die Polizei in der Ukraine.

KiewEin früherer ukrainischer Abgeordneter der Partei der Regionen des gestürzten prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch ist möglicherweise ermordet worden. Oleg Kalaschnikow sei am Abend mit Schusswunden tot in seinem Haus in Kiew gefunden worden, teilte das Innenministerium am Mittwoch mit.

Der Abgeordnete Anton Gueraschtschenko erklärte seinerseits, die Polizei habe Ermittlungen wegen vorsätzlichen Mordes aufgenommen. Es würden sowohl politische Motive als auch die These eines Raubmord oder einer Tat aus wirtschaftlichen Gründen geprüft. Laut dem Abgeordneten hatte Kalaschnikow während der Proteste der proeuropäischen Opposition vergangenes Jahr Gegenkundgebungen organisiert.

Kalaschnikow ist bereits der vierte Verbündete von Janukowitsch, der in den vergangenen zwei Monaten unter verdächtigen Umständen verstarb. So war der frühere Gouverneur Olexandre Peluschenko tot in seinem Haus im Süden der Ukraine gefunden worden. Kurz zuvor war der frühere Abgeordnete Stanislaw Melnik tot in seinem Haus bei Kiew entdeckt worden. Beide Politiker sollen sich das Leben genommen haben.

Ende Februar hatte sich zudem Michailo Tschetschetow, ein hoher Parlamentsmitarbeiter der Partei der Regionen, aus einem Fenster im 17. Stock gestürzt. Außerdem war Ende März der jüngste Sohn von Janukowitsch mit einem Kleinbus auf dem Eis des Baikal-Sees in Sibirien eingebrochen und ertrunken. Auch wenn die Vertrauten des Ex-Präsidenten von einem Unfall sprachen, wurde der Vorfall von manchen Beobachtern als verdächtig bewertet.

Janukowitsch war im Februar 2014 nach monatelangen Protesten gestürzt worden und ins russische Exil geflohen.

Von

afp

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Fred Meisenkaiser

16.04.2015, 07:51 Uhr

"Janukowitsch war im Februar 2014 nach monatelangen Protesten gestürzt worden und ins russische Exil geflohen."
Der Putsch wurde von den USA lange geplant und finanziert.
"http://www.state.gov/p/eur/rls/rm/2013/dec/218804.htm" hier ziemlich am Ende wird die Summe genannt, die für eine "sicheren und wohlhabenden und demokratischen Ukraine" sorgen soll. Ebenso gilt mittlerweile als sicher, dass die Morde auf dem Maidan von den Putschisten selbst in Auftrag gegeben wurden.
Und so wird auch klar, dass alle Mitwisser der Ereignisse, noch dazu aus der gestürzten Regierung zum Schweigen gebracht werden.
Und der Westen sieht zu, unterstützt offen die faschistischen Kräfte und macht Rußland für alles verantwortlich....

Ünrigens, die Flugschreiberauswertung von germanwings dauerte keine Woche. Wo bleiben die Auswertungen des Abschußes von MH17? Die Flugschreiber wurden unversehrt gefunden! Wann bekommt die Weltöffentlichkeit die Towermitschnitte von Kiew zu hören? Dort ist alles dokumentiert! Schließlich wurden wegen MH17 die Sanktionen gegen Rußland verhängt.

Herr Josef Schmidt

16.04.2015, 10:24 Uhr

Es gibt immer mehr Janukowitschvertraute die einfach verschwinden oder misteriös sterben.

Über die Aufklärung des Maidanputsches die von der Kiewregierung verhindert wird und die 150 Dokumente zum Absturz des MH-17 die geheim eingestuft sind redet niemand mehr.

Die EU fordert die russische Regierung sich an den Minsker Vertrag zu halten, die Regierung in Kiew bleibt da aussen vor und ist anscheinend nicht beteiligt.

Für wie dumm haltet ihr uns eigentlich ?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×