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09.02.2015

12:34 Uhr

Ukraine

Kiew meldet Eindringen von 1500 Russen

Wladimir Putin lässt kurz vor dem Krisengipfel in Minsk keine Kompromissbereitschaft erkennen. Allein am Wochenende sind zudem nach Angaben der Regierung in Kiew rund 1500 russische Soldaten in die Ukraine vorgedrungen.

Ukrainische Regierungstruppen in der Nähe von Artemiwsk. ap

Kiew in der Defensive

Ukrainische Regierungstruppen in der Nähe von Artemiwsk.

Kiew/MoskauNach Angaben Kiews sind alleine am Wochenende rund 1500 russische Soldaten in die Ukraine vorgedrungen. Die Truppen hätten am Samstag und Sonntag mit militärischer Ausrüstung, darunter Raketensysteme, die Grenze überquert, sagte Militärsprecher Andrej Lyssenko am Montag.

Demnach überquerten die Soldaten mit etwa 300 Rüstungsgegenständen den Teil der Grenze, der von den Separatisten kontrolliert wird. Zu dem Konvoi gehörten laut Lyssenko rund 170 Fahrzeuge, darunter Lastwagen und Öltankwagen.

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Die Ukraine und der Westen werfen Russland vor, die Rebellen im Osten mit Soldaten und Ausrüstung zu unterstützen. Moskau dementiert dies. Die Gefechte zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Rebellen im Osten der Ukraine hatten sich zuletzt deutlich verstärkt.

Russland lässt zudem kurz vor dem Krisengipfel in Minsk zur Beendigung der Kämpfe keine Kompromissbereitschaft erkennen. Das Vorgehen der ukrainischen Armee sei eine Strafaktion, die sofort beendet werden müsse, forderte Präsident Wladimir Putin am Montag. In Washington will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit US-Präsident Barack Obama über das Vorgehen bei dem am Mittwoch geplanten Gipfel abstimmen. Dort will die Kanzlerin zusammen mit Frankreichs Präsident Francois Hollande versuchen, Putin und seinen ukrainischen Amtskollegen Petro Poroschenko zu einem sofortigen Waffenstillstand zu bewegen und einen Weg für eine friedliche Lösung des Konflikts abzustecken.

Kommentare (9)

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Herr John Smidt

09.02.2015, 13:27 Uhr

Und wieder grüßt das Murmeltier!

Es sind zwei Grenzübergänge, die umkämpften Gebiet sind. Beide werden unteranderem von der OSCE kontrolliert. Also bitte, wo bleibt der Bericht der OSCE, die können sicherlich so eine gewaltige Grenzüberschreitung beweisen!?

Zur Info:
Am Wochenende wurde das 13. humanitäre Konvoy in Lugansk und Donezk zugestellt. Es waren ca. 170x LKWs mit Lebensmittel, Medikamente, Heizaggregate usw. zugestellt. Alles wurde durch russischen Zoll (ukrainischer Zoll hat die Ladungen mit dem russischen Zoll begutachtet). Mitarbeiter der OSCE waren beteiligt.

Herr Manfred Schäfer

09.02.2015, 13:32 Uhr

Wer glaubt denn noch den Lügenbaronen in Kiew...
Als Handlanger der USA und CIA haben sich die UKRAINE selbst ins Abseits gestellt...
Poroschenko wedelt in München mit russischen Pässen, als Beweis, dass russische
Soldaten in die UKRAINE eingedrungen sind...Nein, es geht den Herren in Kiew lediglich um weitere Waffen, weiteres Geld um den Krieg und das Abschlachten von Brüdern zu verlängern...Wird es dann zu heiß, sieht man beide bald mit Asyl in den USA...Das Geld für die Herren ist bereits dort...

Herr Manfred Schäfer

09.02.2015, 13:36 Uhr

Von den Hilfslieferungen Russland in das Kriesengebiet hört man in der deutschen Presselandschaft NICHTS mehr...
Stattdessen wird noch so eine abstruße Meldung als Top-Meldung avanciert...
Wo bleibt das deutsche Engagement für Hilflieferung in den geschundenen Osten?
Fehlanzeige, weil offensichtlich von US Seite und Kiew verboten...

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