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26.05.2014

03:35 Uhr

Ukraine

Klitschko gewinnt Bürgermeisterwahl in Kiew

Auf eine Kandidatur zur Präsidentschaftswahl hatte er verzichtet – nun wird Vitali Klitschko Bürgermeister von Kiew. Der Boxweltmeister liegt laut Prognosen vorn. Erste Worte richtete er an die Aktivisten auf dem Maidan.

Sieger unter sich: Klitschko (r.) und Poroschenko. AFP

Sieger unter sich: Klitschko (r.) und Poroschenko.

Der ukrainische Ex-Boxprofi Vitali Klitschko hat die Bürgermeisterwahl in Kiew laut Prognose gewonnen. Der mehrfache Weltmeister erhielt 57,4 Prozent der Stimmen, wie eine Nachwahlbefragung im Auftrag des Staatsfernsehens ergab. Der 42-Jährige hatte 2006 und 2008 jeweils die Abstimmung verloren. Seine Partei Udar (Schlag) wurde bei der Wahl am Sonntag nach eigenen Angaben mit rund 40 Prozent auch stärkste Fraktion im Kiewer Stadtrat. Unmittelbar nach Schließung der Wahllokale hatte bereits der voraussichtliche Sieger der Präsidentenwahl, Pjotr Poroschenko, seinem Verbündeten Klitschko zum Sieg in Kiew gratuliert.

Klitschko hatte sich „überwältigt“ gezeigt. Für ihn gehe „ein Traum in Erfüllung“, schrieb er in einem Beitrag für die „Bild“-Zeitung vom Montag. "Ich bin überwältigt von dem Vertrauen, das mir entgegen gebracht wurde.“

Der Wahltag in der Ukraine sei „ein Tag, der unserem ganzen Land wieder Hoffnung macht“, schrieb Klitschko auch mit Blick auf den voraussichtlichen künftigen Staatschef der Ukraine, Petro Poroschenko, weiter. Noch weitere Wochen „ohne einen demokratisch gewählten Präsidenten wären in dieser Situation fatal gewesen“. Er wolle nun gemeinsam mit Poroschenko „die großen Probleme sofort anpacken“ und durch Reformen Investitionsanreize schaffen.

Reformen und Bekämpfung der Korruption stehen im Vordergrund

„Diese Wahlen waren die wichtigsten in der unabhängigen Ukraine. Wir haben alles dafür getan, damit heute ein Schlusspunkt im Wahlprozess gesetzt wird, dass so schnell wie möglich eine Machtvertikale errichtet und mit Reformen begonnen wird“, sagte Klitschko. „Wir müssen viele Reformen im Transportbereich, bei der Wohnungswirtschaft, der Medizin und der Bildung durchführen.“ Vorrangiges Ziel sei die Bekämpfung der Korruption in der Metropole mit 2,8 Millionen Einwohnern.

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Die Präsidentschaftswahl in der Ukraine schafft klare Verhältnisse – und das ist auch gut so. Denn ein zweiter Wahlgang hätte Zeit und Geld gekostet. Beides hat das Land gerade nicht. Jetzt ist Poroschenko gefragt.

Klitschko will als Bürgermeister die Barrikaden auf dem zentralen Platz Maidan entfernen lassen. „Ich bin den Aktivisten des Maidans dankbar, doch jetzt rufe ich sie auf, die Barrikaden zu räumen“, sagte der 42-Jährige dem Fernsehsender 1+1 am Sonntagabend. Mit den Sperren aus Autoreifen, Steinen und Holzlatten hatten sich die Gegner des gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch bei ihren monatelangen Protesten gegen die Sicherheitskräfte geschützt. Noch immer harren Hunderte auf dem Maidan aus.

Kommentare (1)

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26.05.2014, 09:11 Uhr

Zitat : Klitschko gewinnt Bürgermeisterwahl in Kiew

- wie hat schon Stalin argumentiert :

Es ist UNWICHTIG, wie gewaehlt wird,

WICHTIG ist, wer die Wahl auszaehlt !

Die 1000 OSZE-Beobachter waren wohl die ganze Zeit besoffen bei ihrer Beobachtung.......:-)

Intreressant waere mal zu erfahren, was die beobachtet haben ?


Die Interessen der Amis mit dem Oligarchen Poroschenko

und der EU ( vor allem Deutschlands ) mit dem korrupten Boxer Klitschko

sind doch jetzt voll in Erfuellung gegangen !

Jetzt darf man gespannt sein, was diese Show den europaeischen Steuerzahler kosten wird...?

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