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15.04.2014

06:25 Uhr

Ukraine-Krise

Angespanntes Gespräch zwischen Putin und Obama

Es gab kaum Annäherung, aber viele Vorwürfe im neuesten Gespräch zwischen Russlands Präsident Putin und US-Präsident Obama. Der Amerikaner drohte mit Sanktionen, Putin warf Kiew „Widerwille und Unfähigkeit“ vor.

Proteste weiten sich aus

Keine Entspannung in der Ukraine

Proteste weiten sich aus: Keine Entspannung in der Ukraine

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MoskauRusslands Präsident Wladimir Putin hat in einem Telefonat mit seinem US-Kollegen Barack Obama eine Einmischung in die Unruhen in der Ostukraine bestritten. Dies seien „Spekulationen“, die auf ungenauen Informationen beruhten, sagte er in dem Gespräch laut Mitteilung der Regierung in Moskau vom späten Montagabend.

Obama habe sich bei der Unterredung besorgt über eine mutmaßliche Intervention Russlands gezeigt. Putin rief seinen US-Kollegen auf, seinen Einfluss in dem Land geltend zu machen, um ein Blutvergießen und den Einsatz von Gewalt zu verhindern.

Grund für die Proteste in Donezk, Lugansk, Charkow, Slowjansk und anderen Städten seien der „Widerwille und die Unfähigkeit“ der Kiewer Behörden, die Interessen der russischen und russischsprachigen Bevölkerung zu berücksichtigen, teilte der Kreml weiter mit. Die ukrainischen Behörden müssten zunächst vor allem darüber nachdenken, wie alle politischen Kräfte und Regionen auf transparente Weise an der Entwicklung einer neuen Verfassung beteiligt werden könnten.

Die USA haben Russland mehrfach beschuldigt, in dessen Nachbarland politische Unruhen zu befeuern. Es gebe „erdrückende Beweise“ dafür, dass Russland die separatistischen Bestrebungen unterstütze, sagte US-Regierungssprecher Jay Carney.

Es gebe etwa Beweise, dass die Demonstranten, die sich in mehreren Städten des Landes in öffentlichen Gebäuden verschanzt haben, bezahlt wurden. Diese Aktionen bezeichnete Carney als „abgestimmt“ und sagte, Russland greife auf Taktiken aus Zeiten der Sowjetunion zurück.

Obama droht mit Sanktionen

Obama appellierte nach Angaben des US-Präsidialamtes im Gespräch an Putin, dafür zu sorgen, dass die pro-russischen Demonstranten in mehreren Städten der Ostukraine ihre Besetzung von Verwaltungsgebäuden aufgäben. Zudem habe er Putin aufgefordert, die massive russische Truppenpräsenz an der Grenze zur Ukraine zu verringern, um die Spannungen abzubauen.

Indirekt drohte Obama Putin mit weiteren Sanktionen: Die Kosten für Russland würden sich erhöhen, wenn seine Aktivitäten in der Ukraine fortdauerten, sagte Obama dem Weißen Haus zufolge in dem Telefonat.

Kommentare (63)

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15.04.2014, 07:52 Uhr

Zitat : Obama habe sich bei der Unterredung besorgt über eine mutmaßliche Intervention Russlands gezeigt.

- nun verkennt dieser Pseudo- Experte eine sehr simple Tatsache :

unter der russischsprechenden Bevölkerung in der Ukraine gibt es auch eine Menge,

die bei der Polizei, beim Militär und auch bei den Sondereinheiten und Geheimdiensten ihren Dienst gelistet haben und auch weiterhin leisten.

Warum geht man den bei der Analyse nicht davon aus, dass diese Kräfte bei Besetzung der Rathäuser auch das Zepter in der Hand haben ?

Bei fast 10 Mio. Russen, die in der Ukraine wohnen, stellt sich erst mal die Frage der Einmischung durch Russen nicht !

Alles auf Russland zu schieben ist der Beweis des eigenen sachlichen Unvermögens und die simpelste Verblödungspropaganda der westlichen Regierungen und Medien.

Account gelöscht!

15.04.2014, 07:52 Uhr

Was für eine Farce! Wer sich auf Obama & Merkel verlässt, der ist verlassen. Beide sind völlig überfordert. Deren Krisenpolitik ist so erbärmlich, katastrophal miserabel und nur noch hochnotpeinlich. Und was Steinmeier angeht: Ein absoluter "Versager"- hat sich selber zur kompletten Lachnummer degradiert. Und Putin spielt munter seine perfiden Spielchen. Dabei wäre die Lösung so einfach: In einer Nacht-und-Nebel-Aktion die Ukraine in die NATO aufnehmen- sofort den Bündnisfall ausrufen- und eine Stunde Soldaten an der Grenze zu Russland aufmaschieren lassen. Und das Spiel wäre aus für Putin- es käme keine Gegenreaktion mehr. Nur DIESE Sprache versteht Putin und keine andere. Stattdessen macht sich der Westen zum absoluten "Vollidioten" bei dieser Krise. Liebe Ukrainer: Nehmt die Sache selber in die Hand! Der Westen hat Euch schon längst verraten und verkauft....

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15.04.2014, 08:38 Uhr

In Deutschland leben fast 5 Millionen Türcken. Bejubeln sie auch eine Einmischung der Türkischen Regierung z.B. über die DITIB?

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