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01.10.2014

16:43 Uhr

Ukraine-Krise

Blutige Gefechte in Donezk erschüttern Waffenruhe

Rund um die Separatistenhochburg Donezk sterben trotz der vereinbarten Waffenruhe wieder zahlreiche Menschen. Am Mittwoch waren es mindestens zehn. Vier Menschen kamen ums Leben, als eine Granate eine Schule traf.

Kämpfe in Ostukraine

Politiker in Odessa zusammengeschlagen

Kämpfe in Ostukraine: Politiker in Odessa zusammengeschlagen

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Donezk/KiewMit schwerem Artilleriebeschuss haben sich prorussische Separatisten und Regierungstruppen einen der blutigsten Kampftage seit Beginn der Waffenruhe vor fast vier Wochen geliefert. Mindestens zehn Menschen kamen am Mittwoch im Konfliktgebiet Ostukraine ums Leben, wie die Aufständischen und der Stadtrat von Donezk mitteilten.

Ein Geschoss habe einen Kleinbus in der Separatistenhochburg getroffen und mindestens sechs Menschen getötet, berichteten die Donezker Behörden. Die Aufständischen sprachen von acht Toten. Zudem kamen mindestens vier weitere Menschen ums Leben, als eine Granate eine Schule traf. Mindestens 40 Menschen seien mit Verletzungen durch Artilleriefeuer in ein regionales Krankenhaus eingeliefert worden, verlautete aus Ärztekreisen.

Die Leitung der ukrainischen „Anti-Terror-Operation“ berichtete von Mörserangriffen auf ihre Truppen an mehreren Orten im Konfliktgebiet. Mindestens fünf Soldaten seien verletzt worden, teilte der Sicherheitsrat in Kiew mit. Ein Zivilist wurde nach Militärangaben in der Nacht getötet.

Die Parlamentarische Versammlung des Europarates wollte in Straßburg über den Ukraine-Konflikt beraten - wegen eines Streits über die Annexion der Halbinsel Krim ohne Abgeordnete aus Russland. Die Versammlung hatte den 18 Volksvertretern aus Moskau im April wegen der Einverleibung der Schwarzmeerhalbinsel das Stimmrecht entzogen. Die russische Delegation verließ deshalb aus Protest die Versammlung. Damals hatte das Gremium Moskau aufgefordert, die Annexion rückgängig zu machen.

Im Streit mit Moskau um ein Handelsabkommen zwischen Brüssel und Kiew warnte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso Kremlchef Wladimir Putin vor Strafmaßnahmen gegen die Ukraine. Es verstoße gegen Abmachungen mit der EU, wenn Russland - wie in einem Dekret vorgeschlagen - Handelsbarrieren zulasten der Ukraine einrichte, schrieb Barroso an Putin. Er forderte Russland dazu auf, dies nicht zu tun.

Kommentare (6)

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Herr Vittorio Queri

01.10.2014, 16:44 Uhr

<< Auf einem Schulhof in Donezk hat sich ein Granateneinschlag ereignet. <<

Ein Granateneinschlag hat sich nicht ereignet, sondern er ist von der Junta vorgenommen worden.

Ein anderer Granateneinschlag der Ukrainischer Junta hat einen Bus mit über 10 Passagieren weggefetzt !

Bitte Rhetorik beachten !

Herr walter danielis

01.10.2014, 16:47 Uhr

Die EU hat das Spiel in jeder Hinsicht verloren. Man weiß das auch, aber man wills nicht zugeben. Auch die Krise in Honkong arbeitet für Putin.

Sergio Puntila

01.10.2014, 16:53 Uhr

Poro hat alles Hände damit zu tun offenkundig, als Politiker ernst genommen zu werden.
Wen kann das wundern...

Die Ukraine sollte politisch liefern und zwar nicht irgendwas, um die Hitzköpfe zu beruhigen, sondern glaubwürdige politische Konzepte, damit ihr der Westen irgendwie helfen kann, ausser den Westmarionetten.
Von Ostmarionetten stand bereits genug zu liefern.


Bislang scheint der Ukraine immer noch nicht gelungen, Abstand vom Blutvergiesen glaubwürdig zu formulieren.

Solange der Ukraine nicht glaubwürdig gelungen wird Abstand vom Blutvergiessen zu dokumentieren, wird die Ukraine keinerlei weitere Hilfen zu erwarten haben.

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