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13.06.2014

08:12 Uhr

Ukraine-Krise

Erstes Telefonat von Poroschenko und Putin

Jetzt reden sie immerhin miteinander. In einem Telefongespräch haben der neue ukrainische Präsident Poroschenko und sein russischer Amtskollege Putin telefoniert. An Gesprächsthemen mangelt es ihnen nicht.

Der neue ukrainische Präsident Petro Poroschenko. dpa

Der neue ukrainische Präsident Petro Poroschenko.

Moskau/KiewÜberschattet vom Gasstreit und dem Konflikt in der Ostukraine haben die Präsidenten Russlands und der Ukraine, Wladimir Putin und Petro Poroschenko, erstmals miteinander telefoniert. Die Staatschefs hätten „mehrere aktuelle Themen“ besprochen, teilte der Kreml am Donnerstag in Moskau mit. Zuletzt waren Verhandlungen über ein Ende des milliardenschweren Gasstreits mehrfach ergebnislos vertagt worden. Putin und Poroschenko hatten am vergangenen Freitag am Rande der Feierlichkeiten zum D-Day in der Normandie kurz über den Konflikt in der Ostukraine gesprochen. Das Präsidentenamt übernahm der Ende Mai gewählte Poroschenko aber erst tags darauf offiziell.

Die ukrainische Führung warf Russland vor, trotz aller Zusagen die Versorgung der Separatisten mit Waffen nicht zu verhindern. Mindestens drei Panzer für die militanten Aufständischen seien illegal über die Grenze gelangt, teilte Poroschenko am Donnerstag in Kiew mit. Moskau kommentierte die Vorwürfe zunächst nicht.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso rief Russland nach einem Telefonat mit Poroschenko auf, jegliche Militäraktion in der krisengeschüttelten Region zu unterlassen. Moskau hat wiederholt dementiert, Waffen für prorussische Separatisten in der Ukraine über die Grenze zu lassen. Am Freitag kommen die Menschenrechtsbeauftragten der Ukraine und Russlands zu einem Gespräch über humanitäre Fragen zusammen. Zu dem Treffen in der ostukrainischen Millionenstadt Charkow reist Ella Pamfilowa aus Moskau an. Aus Kiew kommt ihre Amtskollegin Walerija Lutkowskaja.

Beide wollen unter anderem über die Einhaltung der Menschenrechte während der Gefechte im Osten der Ukraine sprechen. Dort gehen Regierungskräfte seit Wochen bei einer „Anti-Terror-Offensive“ gegen prorussische Separatisten vor. Die Führung in Moskau fordert ein Ende der blutigen Kämpfe und einen Dialog aller Seiten.

Kommentare (1)

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13.06.2014, 12:27 Uhr

Der ukrainische amtierende Oligarch und Kriegswaffenhersteller führt weiter Krieg gegen das eigene Volk. Das scheint aber hier "im Westen" auf Regierungsebene nicht weiter zu irritieren. Ein fingerzeig von ihm würde genügen, um die Armee von weiteren Attacken abzuhalten.
Ob das wohl hiermit was zu tun hat:
http://blog.fdik.org/2014-06/s1402149304

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