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24.02.2015

20:31 Uhr

Ukraine-Krise

Großbritannien schickt Militärausbilder in Ukraine

Premierminister David Cameron hat angekündigt, Militärberater in die Ukraine schicken zu wollen. Kiew soll zudem Geheimdienstinformationen aus London erhalten. Auch Waffenlieferungen schloss Cameron nicht aus.

Der britische Premierminister David Cameron will der Ukraine „nicht tödliche“ Hilfe leisten. ap

David Cameron

Der britische Premierminister David Cameron will der Ukraine „nicht tödliche“ Hilfe leisten.

London/WashingtonGroßbritannien unterstützt die ukrainische Armee mit Militärausbildern. Sollte Russland nichts entgegengesetzt werden, drohe eine Destabilisierung auch anderer Staaten wie Moldawien oder die baltischen Länder, warnte Premierminister David Cameron am Dienstag vor einem Parlamentsausschuss in London.

Im Laufe des März werde militärisches Personal in die Ukraine geschickt, um bei der Ausbildung der dortigen Soldaten zu helfen. Auch sollen Geheimdienstinformationen zur Verfügung gestellt werden. Zudem werde Großbritannien ein Infanterie-Ausbildungsprogramm mit der Ukraine entwickeln.

Cameron betonte, dass die Briten weit weg von der Front eingesetzt würden und sich an Kampfhandlungen nicht beteiligen sollten. Waffenlieferungen an die Ukraine zu einem späteren Zeitpunkt schloss er nicht aus. Vorerst verfolge Großbritannien aber die Linie, „nicht tödliche“ Unterstützung zu leisten.

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Vergleich der Militärstärke von Russland und der Ukraine nach Militäreinheiten im Jahr 2014

US-Außenminister John Kerry warf Russland vor zu lügen, wenn es behaupte, in der Ukraine befänden sich keine russischen Truppen oder Ausrüstung. Die Regierung in Moskau hat wiederholt Anschuldigungen zurückgewiesen, sie unterstütze die prorussischen Separatisten im Osten des Landes militärisch.

Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin sagte in Paris, er sei höchst besorgt über die jüngsten Angriffe in der Nähe der Küstenstadt Mariupol. Außerdem würden Kämpfer aus der unlängst von Rebellen eingenommenen Stadt Debalzewe Richtung Mariupol verlegt.

Von

rtr

Kommentare (20)

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Herr Woifi Fischer

25.02.2015, 07:20 Uhr

Ukraine-Krise, Großbritannien schickt Militärausbilder in Ukraine? Warum muß jetzt wider England in der Ukraine Kriese vorpreschen? Ich hoffe dass alle Leser endlich begreifen, England ist der Verlängerte Arm (neben Griechenland, und der Türkei) der USA. Es wird solange kein Frieden herrschen, bis die USA die Weltherrschaft mit ihren Helfern für das Kapital erreicht haben. Keine Waffen, keine Engländer oder andere in die Ukraine. Sonst stehen am Ende doch noch der dritte Weltkrieg, und die Vernichtung Europas.

Herr Peter Noack

25.02.2015, 07:55 Uhr

Nehmen wir einmal an, dass "Neurussland" die überwiegende Anzahl der ethnischen Russen in der Ukraine aufnehmen will, wird es dann eine Linie von Sumy bis Odessa als Grenze zur Westukraine erobern müssen? Gesetzt den Fall, Putin würde das wollen. Was würde die Nato, die EU, Deutschland usw. dagegen tun wollen, sollen, können, dürfen? Würde die Nato nur an den Rand eines Atomkrieges eskalieren bzw. sich eskalieren lassen oder würde man es darauf ankommen lassen, dass eine Seite die Nerven verliert? Medien haben damit nichts zu tun, denn sie können solche Entscheidungen nicht beeinflussen.

Herr Vittorio Queri

25.02.2015, 08:48 Uhr

>> Kiew soll zudem Geheimdienstinformationen aus London erhalten. >>

Das bedeutet, mit Lügen unterfuttert werden !

>> Auch Waffenlieferungen schloss Cameron nicht aus. >>

Will der Briten-Dackel in den Krieg ziehen ? Der soll sich mal kundig machen, gegen wen er das tun will. Den auch in seinem Reich der Bekloppten gibt es Sachkundige.

http://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/graydon-breedlove-rasmussen-wir-wuerden-nicht-standhalten-das-sagen-militaers-ueber-russlands-schlagkraft_id_4491922.html

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