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25.12.2014

14:38 Uhr

Ukraine-Krise

Kontaktgruppe vereinbart Austausch aller Gefangenen

Erstmals seit September führen die Konfliktparteien in der Ukraine-Krise wieder Friedensgespräche. Nun soll es nach Darstellung der Separatisten zu einer Einigung bei der Frage des Gefangenenaustausches gekommen sein.

Die selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk sollen bereit sein, 150 ukrainische Sicherheitskräfte gegen 225 Gefangene auszutauschen. Reuters

Die selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk sollen bereit sein, 150 ukrainische Sicherheitskräfte gegen 225 Gefangene auszutauschen.

DonezkDie Ukraine-Kontaktgruppe hat sich nach Darstellung der prorussischen Separatisten bei ihrem Treffen in Minsk auf einen Austausch aller Gefangenen geeinigt. Das teilte Separatistenführer Alexander Sachartschenko am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge mit. Die selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk seien bereit, 150 ukrainische Sicherheitskräfte gegen 225 Gefangene auszutauschen, sagte er. Die übrigen Schritte eines Friedensplanes müssten aber weiter erörtert werden.

Nach fünfstündigen Verhandlungen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk setzte die Kontaktgruppe demnach ihre Gespräche zunächst per Video-Konferenz fort. An diesem Freitag soll es erneut ein Treffen in Minsk geben. Die am Mittwoch bis in die Nacht geführten Verhandlungen über den Konflikt im Donbass hätten einen „vorbereitenden Charakter“ gehabt, sagte Separatistenvertreter Denis Puschilin.

Die Mauer zwischen Russland und der Ukraine

2300 Kilometer...

... lang soll die Mauer zwischen Russland und der Ukraine nach dem Willen der ukrainischen Führung werden. Damit möchte die Führung in Kiew verhindern, dass heimlich Waffen und Kämpfer zur Verstärkung der moskautreuen Separatisten in die Ex-Sowjetrepublik gelangen. Die Ukraine wirft Russland vor, die Aufständischen auszurüsten. Moskau weist dies zurück und kritisiert die geplante Mauer.

Rund 400 Kilometer...

...Grenze sind aber derzeit nicht in der Hand der ukrainischen Behörden. Dort haben die Aufständischen die Kontrolle. In diesen Gebieten soll den Plänen Kiews zufolge erst in einer zweiten Phase gebaut werden. In einer ersten Phase soll in den Gebieten mit dem Bau begonnen werden, die der ukrainische Grenzschutz kontrolliert: in Tschernigow, Sumy und Charkow sowie im Norden des Raums Lugansk.

Provisorische Befestigungen...

... sind an der Grenze zu der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim geplant.

Herzstück des Mauerprojekts...

... sind ein Erdwall und ein mindestens vier Meter breiter und zwei Meter tiefer Graben. Ein fünf Meter breiter Sandstreifen soll Spuren von möglichen Grenzverletzungen zeigen. Alle 20 Kilometer ist ein Wachturm geplant.

Ein Zaun statt einer Mauer...

... ist für die weitgehend von den Aufständischen kontrollierten Gebiete Donezk und Lugansk. Alle 100 Meter sollen dort Kameras Grenzverstöße aufdecken helfen.

Rund 100 Millionen Euro...

... soll die Grenzbefestigung ersten Schätzungen zufolge kosten. Experten gehen von weitaus höheren Kosten aus. Der Bau soll in einem halben Jahr abgeschlossen sein.

Es sind die ersten Verhandlungen seit mehr als drei Monaten. Die prorussischen Separatisten nannten die Gespräche schwierig. Sie wollen erreichen, dass die ukrainische Regierung ihre Wirtschaftsblockade im Donbass aufgibt. Außerdem ist der von ukrainischen Regierungstruppen kontrollierte Flughafen in Donezk umkämpft. Jede Seite des Konflikts erhebt Anspruch auf den strategisch wichtigen Airport.

Die Minsker Gespräche drehen sich zudem um eine Festigung der seit Monaten brüchigen Waffenruhe. Sachartschenko warf der Regierung in Kiew vor, einen Krieg vorzubereiten. In dem Konflikt geht es darum, dass Kiew die Kontrolle über die nach Unabhängigkeit strebenden Regionen Donezk und Lugansk zurückerhalten will.

Von

dpa

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