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28.06.2017

20:20 Uhr

Ukraine-Krise

Lawrow nennt andere Ideen als Minsker Abkommen „des Teufels“

Zur Lösung des Ukrainekonflikts setzt Russlands Außenminister Lawrow auf die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen. Alle anderen Ideen seien „des Teufels“. Doch an das Minsker Abkommen hält sich momentan keine Seite.

Für den russischen Außenminister sind die Minsker Vereinbarungen die einzige Lösung. dpa

Sergej Lawrow

Für den russischen Außenminister sind die Minsker Vereinbarungen die einzige Lösung.

KrasnodarDer russische Außenminister Sergej Lawrow hat eine vollständige Umsetzung der Minsker Vereinbarungen für eine Lösung des Konflikts in der Ostukraine gefordert. Alle anderen Ideen seien „des Teufels“, sagte er am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit seinem deutschen Kollegen Sigmar Gabriel in Krasnodar in Südrussland. „Die Minsker Vereinbarungen sind vom UN-Sicherheitsrat gebilligt worden, sie sind eindeutig, konkret und müssen eingehalten werden.“

Im Osten der Ukraine kämpfen Kiewer Regierungstruppen seit 2014 gegen prorussische Separatisten, die von Moskau militärisch unterstützt werden. An die Friedensregelung von 2015 in Minsk halten sich bislang weder Kiew, noch die Separatisten oder Moskau. US-Außenminister Rex Tillerson hat direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine gefordert, um den Stillstand zu überwinden.

Gabriel warb für eine Fortsetzung der derzeit geltenden Waffenruhe über die Erntezeit hinaus. „Waffenstillstand wegen Brot ist ja eigentlich eine ganz gute Idee“, sagte er. „Irgendwie fehlt mir die Fantasie, warum das eigentlich nicht viel länger gehen soll.“

Er äußerte die Hoffnung auf baldige Spitzenberatungen im sogenannten Normandie-Format mit Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine. Dies werde absehbar telefonisch geschehen, sagte Lawrow.

Von

dpa

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