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09.04.2014

10:57 Uhr

Ukraine-Krise

Merkel fordert von Russland Entgegenkommen

Angela Merkel verschärft den Ton gegenüber Russland. Doch auch an die internationale Politik richtet die Bundeskanzlerin mahnende Worte: Man laufe Gefahr, sich die eigene Zukunft zu verbauen.

Angela Merkel und der Wladimir Putin bei einer Pressekonferenz im Jahr 2010: Die deutsche Kanzlerin verschärft den Ton gegenüber dem Russen. dpa

Angela Merkel und der Wladimir Putin bei einer Pressekonferenz im Jahr 2010: Die deutsche Kanzlerin verschärft den Ton gegenüber dem Russen.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Russland in der Ukraine-Krise mangelnde Kooperationsbereitschaft vorgeworfen. „Es ist leider an vielen Stellen nicht erkennbar, wie Russland zur Entspannung der Situation beiträgt“, sagte Merkel am Mittwoch im Bundestag. Insbesondere forderte sie die Führung in Moskau auf, sich mit der neuen ukrainischen Regierung endlich an einen Tisch zu setzen. „Es ist dringend wichtig, dass es internationale Gespräche unter Beteiligung der Ukraine gibt.“

Zugleich appellierte Merkel grundsätzlich an Russland, in der internationalen Politik nicht allein auf die eigenen Interessen zu achten. „Niemand, der erfolgreich sein möchte, kann heute seine eigenen Belange in den Vordergrund stellen. Er verbaut sich selbst seine eigene Zukunft. Das Modell des Interessenausgleichs ist das Modell der Zukunft.“

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Abermals betonte die Kanzlerin, dass die Entscheidung über die Zukunft der Ukraine allein bei deren Bürgern liege. „Die Ukraine hat ein Recht auf einen eigenen Entwicklungsweg. Die Ukrainer müssen über ihr Schicksal selber entscheiden.“ Merkel mahnte zugleich an, die Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auf den geplanten Umfang von 500 Beobachtern aufzustocken.

Zu den Finanzhilfen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Union für die Ukraine sagte Merkel, die Unterstützung müsse jetzt „schnell fließen“.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

09.04.2014, 11:25 Uhr

Was soll Rußland zur Entspannung beitragen? Es war gerade Deutschland und die EU die für ihre spionierenden freunde in Pberseee den Konflikt eskalierten. Nur die USA haben ein Interesse an der Verschärfung der Krise.

So wie die seinerzeit die rechten Putschisten in Kiew ohne Sinn und Verstand unterstützt wurden, sollte Merkel doch nun mal den Aufständischen in Donezk "helfen".

In Kiew fragte der Westen doch auch nicht, wer den rechten Mob im Ausland steuerte. Warum diese Frage jetzt bei den berechtigten Aufständen in den ukrainischen Provinzen?

Account gelöscht!

09.04.2014, 12:21 Uhr

Kurzum: Merkel hat sich in die inneren Angelegenheiten der Ukraine nicht einzumischen! Auch keine unlegitimierte EU!

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