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22.09.2014

16:50 Uhr

Ukraine-Krise

Polen zu Waffenlieferungen bereit

Wenn die Ukraine Waffen kaufen möchte, sei Polen nur zu gerne bereit, diese zu liefern, sagt Polens Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak. Die Ukraine bereitet derweil die Räumung einer Pufferzone vor.

Ukraines Präsident Petro Poroschenko sagte am Sonntagabend, im ostukrainischen Kampfgebiet seien bis zu 65 Prozent der Armee-Ausrüstung zerstört worden. „Es ist nicht möglich, allein mit militärischen Mitteln zu gewinnen“, fügte er hinzu. dpa

Ukraines Präsident Petro Poroschenko sagte am Sonntagabend, im ostukrainischen Kampfgebiet seien bis zu 65 Prozent der Armee-Ausrüstung zerstört worden. „Es ist nicht möglich, allein mit militärischen Mitteln zu gewinnen“, fügte er hinzu.

KiewDie ukrainische Armee bereitet nach Angaben eines Sprechers die Räumung der mit den Separatisten vereinbarten Pufferzone in der Ostukraine vor. Die Angriffe seien abgeflaut. Das ermögliche es, schweres Kriegsgerät aus dem Gebiet abzuziehen, sagte der Militärsprecher am Montag in Kiew.

Zwar seien trotz des Anfang des Monats vereinbarten Waffenstillstands in den vergangenen 24 Stunden zwei Soldaten getötet worden. Der Artilleriebeschuss der Rebellen habe aber weiter abgenommen, und von russischer Seite gebe es keinen Beschuss mehr.

Am Freitag hatten sich die ukrainische Regierung und die Rebellen auf eine 30 Kilometer breite demilitarisierte Zone zwischen den Konfliktparteien verständigt. Am Wochenende hatte das Militär erklärt, es werde weiter beschossen, und den Abzug von Artillerie und gepanzerten Fahrzeugen noch abgelehnt.

Waffen für die Ukraine?

Befürworter

Vor allem die an Russland grenzenden Baltenländer sehen die Ukraine-Krise mit großen Sorgen. Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite hatte sich vor dem EU-Gipfel für Waffenlieferungen an die Ukraine stark gemacht.

Gegner

Dazu dürfte es allerdings nicht kommen, weil die große Mehrheit der EU-Staats- und Regierungschefs dagegen ist. "Ich glaube nicht, dass wir durch Waffenlieferungen auch nur den Anschein erwecken sollten, dass durch eine militärische Verstärkung der ukrainischen Armee eine Lösung zu erreichen wäre", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Säbelrasseln

Die Nato demonstriert weiter Entschlossenheit bei der Verteidigung ihrer östlichen Bündnispartner. An der verstärkten Überwachung des Luftraums über dem Baltikum werden sich ab dieser Woche auch sechs "Eurofighter"-Kampfjets der Bundeswehr beteiligen. Für den Einsatz werden 170 Soldaten der Luftwaffe am Stützpunkt Ämari in Estland stationiert. Litauen, Lettland und Estland haben selbst keine ausreichenden Luftstreitkräfte.

In den monatelangen Kämpfen haben die ukrainischen Regierungstruppen große Materialverluste erlitten. Präsident Petro Poroschenko sagte am Sonntagabend, im ostukrainischen Kampfgebiet seien bis zu 65 Prozent der Armee-Ausrüstung zerstört worden. „Es ist nicht möglich, allein mit militärischen Mitteln zu gewinnen“, fügte er hinzu.

Nato-Mitglied Polen erklärte sich zu Waffenverkäufen an das Nachbarland bereit. Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak sagte dem Privatsender Zet, wenn die Ukraine Waffen kaufen wolle, sei Polens Rüstungsindustrie nur zu gerne bereit, diese zu liefern.

Die Nato als Organisation will die Ukraine nicht mit Waffen versorgen. Ihren Mitgliedsländern hat die Allianz aber Lieferungen freigestellt.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Frau Margrit Steer

22.09.2014, 18:55 Uhr

Und wovon soll die Ukraine die Waffen bezahlen?
Das macht dann sicher Deutschland.
Polen sollte ein bißchen vorsicvhtiger sein mit seiner Kriegshetze und Kriegstreiberei

Herr reiner tiroch

22.09.2014, 19:40 Uhr

wenn polen waffen liefert, geht der Scheiß wieder von vorne los!

Herr Alexander Knoll

25.09.2014, 11:40 Uhr

Polen ist ganz sicherlich ein treuer Vasall der USA geworden. Und wie es so schön in einem Sprichwort heißt: Der Knecht wütet schlimmer als sein Herr.

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