Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.12.2014

19:07 Uhr

Ukraine-Krise

Putin fordert IWF-Hilfen für die Ukraine

Die Ukraine braucht zwingend Finanzhilfen, um den Staatsbankrott zu vermeiden. Russlands Präsident Wladimir Putin, warb nun persönlich um Hilfen für das Land und betonte gleichzeitig die Unterstützung durch Russland.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich persönlich für neue IWF-Hilfen für die Ukraine eingesetzt. Er betonte dabei die zahlreichen Maßnahmen, mit welchen Russland selbst helfe. dpa

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich persönlich für neue IWF-Hilfen für die Ukraine eingesetzt. Er betonte dabei die zahlreichen Maßnahmen, mit welchen Russland selbst helfe.

MoskauDer russische Präsident Wladimir Putin hat den Internationalen Währungsfonds (IWF) zu weiterer Finanzhilfe für die krisengeschüttelte Ukraine aufgefordert. Putin informierte IWF-Chefin Christine Lagarde am Montag über russische Unterstützung für die Ex-Sowjetrepublik wie etwa günstige Stromlieferungen, wie der Kreml in Moskau mitteilte.

Die Ukraine steht wegen des Bürgerkriegs zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten im Osten des Landes am Rande eines Staatsbankrotts. Nach seinen eigenen Statuten finanziert der IWF jedoch keine Bürgerkriegsländer.

Hilfskredite sind an strenge Auflagen und Reformen geknüpft. Dennoch wird am 8. Januar eine Delegation des Währungsfonds in Kiew erwartet, um über das Reformprogramm der prowestlichen Führung zu beraten.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und sein russischer Kollege Sergej Lawrow riefen in einem Telefonat überdies zu weiteren Friedensbemühungen in der Ostukraine auf, wie das russische Außenministerium in Moskau mitteilte.

Putin spricht...

über Krieg und Frieden

„Russland hat keine Absicht, Krieg gegen das ukrainische Volk zu führen.“
am 4.3. in einer Pressekonferenz

„Wenn ich will, kann ich in zwei Wochen Kiew einnehmen.“
am 01.09. in einem Telefonat mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, das dieser öffentlich machte. Die russische Seite erklärte im Anschluss, das Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen worden.

über Rüstung

„Die Militarisierung des Weltraums und die US-Stützpunkte in Europa und Alaska, direkt an unserer Grenze, nötigen uns zu einer Reaktion.“
am 10.09. in einer Pressekonferenz

über die Zukunft der Ostukraine

„Russland behält sich das Recht vor, alle vorhandenen Mittel zu nutzen, sollte es in östlichen Regionen der Ukraine zu Willkür kommen.“
am 4. 3. in einer Pressekonferenz

„Diese Gebiete (im Süden und Osten der Ukraine) waren als Neurussland historisch ein Teil des Russischen Reiches. Erst in den 1920er Jahren wurden die Territorien von den Bolschewiken der Ukraine gegeben. Gott weiß warum.“
am 17. 4. im russischen Staatsfernsehen

„Es müssen umgehend substanzielle inhaltliche Verhandlungen anfangen - nicht zu technischen Fragen, sondern zu Fragen der politischen Organisation der Gesellschaft und der Staatlichkeit im Südosten der Ukraine.“
am 31. 8. vor dem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe

über die Führung der Ukraine

„In der Ukraine gibt es bislang keine legitime Macht, mehrere Staatsorgane werden von radikalen Elementen kontrolliert.“
am 18. 3. in der Rede an die Nation

„Sind sie da jetzt völlig verrückt geworden? Panzer, Schützenpanzerwagen und Kanonen! (...) Sind sie total bekloppt? Mehrfachraketenwerfer, Kampfjets im Tiefflug! (...) Sind sie dort jetzt völlig bescheuert geworden, oder was?
am 17. 4. im russischen Staatsfernsehen

über den Westen

„In der Ukraine überschritten die westlichen Partner die rote Linie, verhielten sich grob, verantwortungslos und unprofessionell.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

„Die Vereinigten Staaten dürfen in Jugoslawien, Irak, Afghanistan und Libyen agieren, aber Russland soll es verwehrt sein, seine Interessen zu verteidigen.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

über Russen im Ausland

„Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden die Russen zu einem der größten geteilten Völker der Welt. Millionen von Menschen gingen in einem Land ins Bett und erwachten in einem ganz anderen und wurden zur nationalen Minderheit.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

„Ich glaube daran, dass die Europäer, vor allem aber die Deutschen, mich verstehen werden (...). Unser Land hatte das starke Bestreben der Deutschen nach Wiedervereinigung unterstützt. Ich bin sicher, dass sie das nicht vergessen haben und rechne damit, dass Bürger Deutschlands das Bestreben der russischen Welt, ihre Einheit wiederherzustellen, (...) ebenfalls unterstützen werden.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

Der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko hatte zuvor ein Gipfeltreffen mit den Spitzen Deutschlands, Russlands und Frankreichs am 15. Januar zur Lösung des Konflikts angekündigt. Ob die Gespräche stattfinden, blieb zunächst offen.

Von

dpa

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Helmut Paulsen

29.12.2014, 19:36 Uhr

AUSTRETEN AUS DEN BLOCK-PARTEIEN !! Sie sind Deutschen-feindlich.

PROBLEM_1 - Deutschland hat keine Grenzen mehr es kommt rein wer Lust dazu hat nach Deutschland.

PROBLEM_2 - Und Deutschland hat kein Einwanderungs-Gesetz - über Asyl-Bleiberecht kann jeder hier bleiben.

Solange beide PROBLEME nicht geklärt werden muss PEGIDA auf die Strasse gehen.

Merkel ist Deutschland schnuppe - sie ist für "weltweite Freizügigkeit". Gefragt hat sie die Deutschen dabei NICHT !

HINTERHÄLTIG ! PFUI !

---

Sehr Lesenswert !!

(...)

Fazit: Der Bürger ist "latent Rechts-Extremistisch", umgeben von Tabu's und bezahlt das alles auch noch.

Pfui BLOCK-Parteien. Sie tun nichts für die Deutschen. Im Gegenteil !!

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Herr Helmut Paulsen

29.12.2014, 19:38 Uhr

"Bertelsmann und die EU-Osterweiterung"

(...)

WEG MIT DER BERTELSMANN-STIFTUNG - PROPAGANDA-LÜGEN-VEREIN ! RTL-Klöppel mit "Kuschel-Nachrichten - Propaganda-gewaschen" jeden Tag.

---

"Nur noch 40% vertrauen Medien bei Ukraine-Berichterstattung"

(...)

WEG MIT GEZ-STAATS-TV ! Lastschrifteinzug zur GEZ kündigen ! "Beitrags-Service" hat lt. Gutachten kein Recht zum Einzug einer Quasi-Zwangsgebühr-Steuer !

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Herr Bernhard Ramseyer

29.12.2014, 20:23 Uhr

Die Forderungen oder die Berichterstattung über diese Forderungen sind etwas dubios.

Der IWF und die EU gewähren doch schon Hilfen an die Pleite-Ukraine, es fehlen jedoch die Verwendungskontrollen, deshalb kaufen die Machthaber in Kiew mit dem Geld Waffen um ihre Armee aufzurüsten.

Warum sich Putin um Hilfen für die Ukraine kümmert, erschließt sich mir im Moment nicht.

Besser auf Sparflamme setzen oder aushungern.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×