Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.06.2015

15:55 Uhr

Ukraine-Krise

Putin verlängert Sanktionen gegen EU

Die EU hat ihre Strafmaßnahmen gegen Russland bis ins nächste Jahr verlängert – nun kontert der Kreml. Auch Russland verlängert Wirtschaftssanktionen gegen EU um ein Jahr. Betroffen sind vor allem westliche Lebensmittel.

Umdenken in der Gaspolitik? Der russische Präsident Wladimir Putin. ap

Wladimir Putin

Umdenken in der Gaspolitik? Der russische Präsident Wladimir Putin.

Als Reaktion auf die Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland hat Moskau die Ausdehnung der Strafmaßnahmen gegen die Europäische Union beschlossen. Der russische Präsident Wladimir Putin erließ am Mittwoch eine entsprechende Order. Demnach werden die Sanktionen gegen die EU um ein Jahr bis zum Juni 2016 verlängert. Die Regierung habe sich wegen der Verlängerung an ihn gewendet, zitierten russische Nachrichtenagenturen den Präsidenten. Russland hatte unter anderem einen Einfuhrstopp für westliche Lebensmittel verhängt.

Die EU-Außenminister hatten am Montag bei ihrem Treffen in Luxemburg entschieden, die Wirtschaftssanktionen gegen Moskau „wegen Russlands destabilisierender Rolle in der Ostukraine“ um ein halbes Jahr bis Ende Januar 2016 zu verlängern.

Sanktionen: Russland soll noch länger büßen

Sanktionen

Russland soll noch länger büßen

Europa gegen Putin: Die Europäische Union ist sich über eine Verlängerung von Wirtschaftssanktionen gegen Moskau einig. Das Auswärtige Amt kündigt an, dies auf einem der nächsten EU-Gipfel zu beschließen.

Seit April 2014 kämpfen prorussische Separatisten im Osten der Ukraine gegen die Truppen der ukrainischen Zentralregierung und der mit ihnen verbündeten Freiwilligenbataillone. Kiew und der Westen werfen Russland vor, die Rebellen mit Soldaten und Waffen zu unterstützen. Moskau bestreitet das.

Im Februar schlossen die Konfliktparteien in der weißrussischen Hauptstadt Minsk ein Abkommen, das eine Waffenruhe und den Abzug schwerer Waffen aus dem Kampfgebiet vorsieht. Allerdings wird gegen das Abkommen immer wieder verstoßen. Zwar schwächten sich die Kämpfe ab, doch gibt es weiterhin Gefechte mit Todesopfern. Bisher wurden im Ukraine-Konflikt schon mehr als 6400 Menschen getötet.

Ukraine-Konflikt: Deutsche Exporte nach Russland brechen ein

Ukraine-Konflikt

Deutsche Exporte nach Russland brechen ein

Im Ukraine-Konflikt hatte der Westen Sanktionen gegen Russland verhängt, die Exporte gingen daraufhin bereits im vergangenen Jahr zurück. Auch in diesem Jahr kostet die Krise die deutschen Exporteure Milliarden.

Die EU hatte im vergangenen Jahr zunächst Protagonisten der Ukrainekrise mit Reise- und Vermögenssperren belegt. Nach dem mutmaßlichen Abschuss des Passagierflugzeugs MH17 über der Ukraine wurden die Sanktionen drastisch verschärft. Sie richten sich unter anderem gegen russische Staatsbanken, den Im- und Export von Rüstungsgütern sowie die russische Öl- und Gasindustrie.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Vitto Queri

24.06.2015, 18:41 Uhr

>> die Wirtschaftssanktionen gegen Moskau „wegen Russlands destabilisierender Rolle in der Ostukraine“ um ein halbes Jahr bis Ende Januar 2016 zu verlängern.>>

Man verinnere sich doch mal diesen Satz.

Einerseits verhandelt Merkel mit Russland in Minsk, Frankenstein trifft sich bald wöchentlich auf seinen Kriegstourismus-Touren mit dem Russischen Aussenminister, die Verhandlungsteams verhandeln auch wöchentlich im Rahmen der Minsker Abkommen.....und nun soll Russland die Ostukraine destabilisieren....?

Unfassbar, der Dilettantismus und Volksverarsche der EU-Chaoten !

Eins haben sie jetzt aber noch zusätzlich erreicht :

die Tülpen aus Ansterdam verschwinden jetzt aus russischen Flower-Shops, genau so wie die Belgischen und Französischen Pralinen.

Herr Julius Ceasen

25.06.2015, 09:00 Uhr

@ Queri: Jaja, wir wissen ja von wem Sie finanziert werden.

"Die Regierung habe sich wegen der Verlängerung an ihn gewendet" natürlich, der erhabene Wladimir Ceasar macht sich nicht selbst die Finger schmutzig, er lässt sich die Finger schmutzig machen. In seiner grenzenlosen Gnade und Aufopferungsbereitschaft für den Pöbel konnte er nicht anders als den Bitten des Senates nachzugeben und die hohen Lebensmittelpreise auch weiterhin zu unterstützen. Dieser Gottgleiche ist für das Wohl des kleinen Mannes zu allem Bereit.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×