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28.10.2014

18:21 Uhr

Ukraine-Krise

Russland will Separatisten-Wahl anerkennen

In der Ost-Ukraine soll kommenden Sonntag gewählt werden, die pro-russischen Separatisten hatten dort Volksrepubliken ausgerufen. „Natürlich werden wir dass Ergebnis anerkennen“, erklärt der russische Außenminister.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow will im Gegensatz zum Westen die Separatisten-Wahlen in der Ost-Ukraine anerkennen. dpa

Der russische Außenminister Sergej Lawrow will im Gegensatz zum Westen die Separatisten-Wahlen in der Ost-Ukraine anerkennen.

MoskauRussland will im Gegensatz zum Westen die von den Separatisten angekündigte Wahl im Osten der Ukraine anerkennen. Die Abstimmung sei wichtig, wenn es um die Legitimierung der Macht gehe, erklärte Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview russischer Medien, das am Dienstag im Internet veröffentlicht wurde. „Wir gehen davon aus, dass die Wahl wie geplant abläuft und natürlich werden wir das Ergebnis anerkennen.“

Die pro-russischen Rebellen haben in Donezk und Luhansk Volksrepubliken ausgerufen. Dort wollen sie am Sonntag Wahlen abhalten, genau eine Woche nach der Parlamentswahl in der übrigen Ukraine.

Putin spricht...

über Krieg und Frieden

„Russland hat keine Absicht, Krieg gegen das ukrainische Volk zu führen.“
am 4.3. in einer Pressekonferenz

„Wenn ich will, kann ich in zwei Wochen Kiew einnehmen.“
am 01.09. in einem Telefonat mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, das dieser öffentlich machte. Die russische Seite erklärte im Anschluss, das Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen worden.

über Rüstung

„Die Militarisierung des Weltraums und die US-Stützpunkte in Europa und Alaska, direkt an unserer Grenze, nötigen uns zu einer Reaktion.“
am 10.09. in einer Pressekonferenz

über die Zukunft der Ostukraine

„Russland behält sich das Recht vor, alle vorhandenen Mittel zu nutzen, sollte es in östlichen Regionen der Ukraine zu Willkür kommen.“
am 4. 3. in einer Pressekonferenz

„Diese Gebiete (im Süden und Osten der Ukraine) waren als Neurussland historisch ein Teil des Russischen Reiches. Erst in den 1920er Jahren wurden die Territorien von den Bolschewiken der Ukraine gegeben. Gott weiß warum.“
am 17. 4. im russischen Staatsfernsehen

„Es müssen umgehend substanzielle inhaltliche Verhandlungen anfangen - nicht zu technischen Fragen, sondern zu Fragen der politischen Organisation der Gesellschaft und der Staatlichkeit im Südosten der Ukraine.“
am 31. 8. vor dem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe

über die Führung der Ukraine

„In der Ukraine gibt es bislang keine legitime Macht, mehrere Staatsorgane werden von radikalen Elementen kontrolliert.“
am 18. 3. in der Rede an die Nation

„Sind sie da jetzt völlig verrückt geworden? Panzer, Schützenpanzerwagen und Kanonen! (...) Sind sie total bekloppt? Mehrfachraketenwerfer, Kampfjets im Tiefflug! (...) Sind sie dort jetzt völlig bescheuert geworden, oder was?
am 17. 4. im russischen Staatsfernsehen

über den Westen

„In der Ukraine überschritten die westlichen Partner die rote Linie, verhielten sich grob, verantwortungslos und unprofessionell.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

„Die Vereinigten Staaten dürfen in Jugoslawien, Irak, Afghanistan und Libyen agieren, aber Russland soll es verwehrt sein, seine Interessen zu verteidigen.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

über Russen im Ausland

„Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden die Russen zu einem der größten geteilten Völker der Welt. Millionen von Menschen gingen in einem Land ins Bett und erwachten in einem ganz anderen und wurden zur nationalen Minderheit.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

„Ich glaube daran, dass die Europäer, vor allem aber die Deutschen, mich verstehen werden (...). Unser Land hatte das starke Bestreben der Deutschen nach Wiedervereinigung unterstützt. Ich bin sicher, dass sie das nicht vergessen haben und rechne damit, dass Bürger Deutschlands das Bestreben der russischen Welt, ihre Einheit wiederherzustellen, (...) ebenfalls unterstützen werden.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Teito Klein

29.10.2014, 06:40 Uhr

Russland will Separatisten-Wahl anerkennen
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Natürlich wird Russland die "sogenannten freien Wahlen" der Volkswehr in Neurussland anerkennen.
Die "Wahlbeobachter" der Volkswehr stehen mit Towarischtsch Kalaschnikow neben den "Wähler" und achten darauf, dass dieser auch ja das Kreuz an der richtigen Stelle macht.
Es finden auch "Hausbesuche" statt, wo sie dann wie Vieh zu den Wahllokalen getrieben werden.

Am letzten Sonntag war es gerade andersherum. Da wurden Wähler von der "Volkswehr" davon abgehalten an der Wahl teilzunehmen.

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