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26.01.2015

13:33 Uhr

Ukraine-Krise

Russland wirft dem Westen „Erpressung“ vor

Das jüngste Blutvergießen in der Ostukraine lässt den Ton zwischen Russland und dem Westen wieder schärfer werden. Außenminister Steinmeier schließt neue Sanktionen gegen Russland nicht mehr aus.

Eskalation in der Ostukraine

Steinmeier droht: "Situation, auf die wir reagieren müssen"

Eskalation in der Ostukraine: Steinmeier droht: "Situation, auf die wir reagieren müssen"

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Moskau/Kiew/BerlinNach der erneuten Gewalteskalation in der Ostukraine hat Russland den Westen vor möglichen neuen Sanktionen gegen Moskau gewarnt. „Eine solche Erpressung wird uns niemals dazu bringen, unsere konsequente Haltung zu ändern“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in St. Petersburg. Der Schlüssel zur Lösung der Krise liege allein in Kiew – die ukrainische Regierung müsse in einen direkten Dialog mit den Aufständischen treten, forderte Peskow.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow warf dem Westen vor, er missbrauche den Tod von Zivilisten in der Ukraine, um eine „antirussische Hysterie“ zu schüren und neue Sanktionen gegen Moskau auf den Weg zu bringen. „Wir sehen, wie versucht wird, den Friedensprozess zu behindern, und wie die Kiewer Führung immer wieder versucht, das Problem mit Gewalt zu lösen“, meinte der Chefdiplomat.

Die Militäraktionen der Aufständischen seien eine reine Reaktion auf vorangegangene Angriffe der Regierungstruppen. „Es wäre naiv zu erwarten, dass die Volkswehr zusieht, wie auf Befehl des ukrainischen Präsidenten ihre Städte von Artillerie und der Luftwaffe beschossen werden“, sagte Lawrow der Agentur Interfax zufolge.

Nach dem verheerenden Raketenbeschuss der Hafenstadt Mariupol am Samstag lieferten sich ukrainische Regierungstruppen und prorussische Aufständische erneut heftige Gefechte. Das Militär berichtete von mindestens 7 getöteten und 24 verletzten Soldaten innerhalb von 24 Stunden. Aus der ostukrainischen Separatistenhochburg Lugansk wurden zudem zwei getötete Zivilisten gemeldet. Die Separatisten drängten nach eigener Darstellung die Regierungskräfte bei dem Verkehrsknotenpunkt Debalzewo nordöstlich von Donezk zurück.

Kommentare (9)

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Beo Bachter

26.01.2015, 13:44 Uhr

Es wäre gut, wenn die Eliten ihre an den demokratischen Institutionen vorbeigeputschten Allmachtsphantasien und die daraus resultierenden schweren Verwerfungen endlich eingestehen und die Konsequenzen ziehen würden. Die Globalisierung amerikanisch unilateraler Prägung, deren letzter Ausdruck die vertrags- und wortbrüchige Umwandlung der EZB zur Europäischen FED und der Versuch der USA, die Vorherrschaft in der Ukraine zu gewinnen, ist, ist gescheitert. Der Plan, den US-amerikanischen Kapitalismus als Betriebssystem dem ganzen US-hegemonierten Westen aufzuzwingen, um anderen und insbesondere China weiter unilateral die eigenen Standards aufzwingen zu können - letztlich also die Weltherrschaft, funktioniert nicht und ist zerstörerisch. Weder wird Deutschland und Europa am amerikanischen Wesen genesen, noch Griechenland am deutschen. Und auch für Russland ist die soziale Marktwirtschaft besser als der US-Kapitalismus, wie das asoziale Chaos unter Jelzin bewies. Der kulturelle Aspekt, kann ohne Zerstörung von Volkswirtschaften und Demokratie, nicht einfach übergangen werden. Steinmeier: hören sie auf mit ihrem ignoranten Wunschdenken und stellen sich den Realitäten, statt an der einseitigen US-Sichtweise zu kleben!

Account gelöscht!

26.01.2015, 14:13 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Frau Helga Trauen

26.01.2015, 14:28 Uhr

Hat Steinmeier immer noch nicht kapiert, daß die Sozen vor den Wagen der NeoNazis in Kiew gespannt ist? Die blatante Geschichtsklitterung betreiben? Die die NATO in einen Krieg gegen Russland hetzen wollen, weil sie und die im Hintergrund stehenden US-NeoCons sonst die von Brzezinski vorgezeichnete politische Konstruktion nicht erhalten? Sind die Europäer wirklich so unter Druck gesetzt, oder von US-Thinktanks gekauft und gehirngewaschen? Bei den Grünen ist das offenkundig. Aber die Sozen sollten doch etwas überlegter vorgehen und Erika und Larve stoppen!

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