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10.11.2014

10:19 Uhr

Ukraine-Krise

Steinmeier sieht neue Kriegsgefahr

Im Osten der Ukraine toben die heftigsten Kämpfe seit Wochen. Eine Kolonne mit schwerem militärischem Gerät rollt auf Donezk zu. Bundesaußenminister Steinmeier warnt vor einer neuen Zuspitzung der Krise.

Schwere Gefechte

Lage in Donezk droht weiter zu eskalieren

Schwere Gefechte: Lage in Donezk droht weiter zu eskalieren

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Astana/SchachtarskAußenminister Frank-Walter Steinmeier hat vor einer neuen Zuspitzung des Konflikts im Osten der Ukraine gewarnt. „Wir müssen jetzt sehr achtgeben, dass wir nicht zurückgeraten in einen Zustand auch militärischer Auseinandersetzungen, den wir schon überwunden zu haben glaubten“, sagte Steinmeier am Montag bei einem Besuch in der ehemaligen Sowjetrepublik Kasachstan.

Der SPD-Politiker appellierte an die Konfliktparteien, sich auf den Boden der Waffenstillstands-Vereinbarungen von Minsk zurückzubewegen. Trotz der Vereinbarungen vom September hatte es am Wochenende bei Kämpfen zwischen ukrainischen Einheiten und prorussischen Separatisten wieder Tote gegeben.

Insgesamt starben in dem Konflikt bereits etwa 4000 Menschen. Steinmeier kündigte an, noch am Montagabend mit der neuen EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini über den Ukrainekonflikt zu beraten. Der Außenminister wird am Abend in Berlin zurückerwartet.

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Rebellengebiete energieautark: "Volksrepublik Donezk" braucht kein Gas von der Ukraine

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Währenddessen wurden Lastwagen, Panzer und Haubitzen gesichtet: Eine Kolonne mit schwerem militärischem Gerät hat sich am Montag auf die ostukrainische Rebellenhochburg Donezk zubewegt. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten unter anderem von mehr als einem Dutzend Lastwagen, mindestens sechs Panzern sowie Haubitzen. Die Lastwagen waren ohne Kennzeichen unterwegs.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte es Berichte über massive Truppenverstärkungen in den Rebellengebieten in der Ostukraine gegeben. In der Region gibt es derzeit die heftigsten Kämpfe seit Wochen.

Kommentare (28)

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Herr Paul Mueller

10.11.2014, 10:38 Uhr

Herr Steinmeier appeliert an beide Seiten. Das ist doch mal etwas! Vor Monaten hat er nur auf die Russen geschimpft. Steinmeier zeigt damit, das er sich weiterentwickeln kann. Können Merkel und Gabriel das auch? Oder dürfen die das nicht?

Herr Fritz Yoski

10.11.2014, 11:21 Uhr

Es ist schon bemerkenswert wie die Wahlen in Katalonien von den Medien totgeschwiegen werden.

Herr der Ringe

10.11.2014, 11:22 Uhr

>> „Wir müssen jetzt sehr achtgeben, dass wir nicht zurückgeraten in einen Zustand auch militärischer Auseinandersetzungen, den wir schon überwunden zu haben glaubten“ >>

In der Zeit, in der dieser Szeinzeitmaier die Ausseinandersetzungen überwunden zu haben glaubte, sind über 400 Zivilisten abgeschlachtet worden.

Es sind Kinder auf Fussballplätzen verkrüppelt und ermordet , Greise in den Schutzbunkern verbrannt worden.

Das hat der Steinzeitmeier alles nicht gesehen...er hat an etwas "geglaubt" !

Steinzeitmeier ist der größte Heuchler der Aussenpolitik, denn Deutschland je gesehen hat.

Novorossia wird die Junta aus den Regieonen der Lugansker- und Donetzker Republicken zurückschlagen....mit kräftiger Unterstützung von "Freiwilligen" aus Russland ! Einen anderen Weg gibt es nicht.

Das ständige Bombardement der Junta auf die Zivilbevölkerung kann NICHT mehr hingenommen werden.

Der Junta steht ein "Heißer" Winter bevor !

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