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18.11.2014

18:00 Uhr

Ukraine-Krise

USA wollen laut Putin „Russland unterwerfen“

Wladimir Putin sieht sich von den USA bedroht: Die Vereinigten Staaten streben aus Sicht des russischen Präsidenten die Unterwerfung Russlands an. Der betonte sodann die Stärke und Widerstandskraft seines Landes.

Hat Angst um sein Land: Für Wladimir Putin ist klar, dass die USA Russland unterwerfen wollen. dpa

Hat Angst um sein Land: Für Wladimir Putin ist klar, dass die USA Russland unterwerfen wollen.

MoskauRusslands Präsident Wladimir Putin hat schwere Vorwürfe gegen die USA erhoben. Die Regierung in Washington wolle Russland unterwerfen und ihre eigenen Probleme auf russische Kosten lösen, sagte Putin am Dienstag vor einer Gruppe einflussreicher Anhänger.

Dies sei aber in der Geschichte noch nie passiert und werde auch niemandem gelingen, betonte der Präsident. Wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine-Krise zieht Putin international immer mehr Kritik auf sich. Zuletzt hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel Putin eine Annexionspolitik vorgeworfen, mit der er auf das Recht des Stärkeren setze.

Putin spricht...

über Krieg und Frieden

„Russland hat keine Absicht, Krieg gegen das ukrainische Volk zu führen.“
am 4.3. in einer Pressekonferenz

„Wenn ich will, kann ich in zwei Wochen Kiew einnehmen.“
am 01.09. in einem Telefonat mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, das dieser öffentlich machte. Die russische Seite erklärte im Anschluss, das Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen worden.

über Rüstung

„Die Militarisierung des Weltraums und die US-Stützpunkte in Europa und Alaska, direkt an unserer Grenze, nötigen uns zu einer Reaktion.“
am 10.09. in einer Pressekonferenz

über die Zukunft der Ostukraine

„Russland behält sich das Recht vor, alle vorhandenen Mittel zu nutzen, sollte es in östlichen Regionen der Ukraine zu Willkür kommen.“
am 4. 3. in einer Pressekonferenz

„Diese Gebiete (im Süden und Osten der Ukraine) waren als Neurussland historisch ein Teil des Russischen Reiches. Erst in den 1920er Jahren wurden die Territorien von den Bolschewiken der Ukraine gegeben. Gott weiß warum.“
am 17. 4. im russischen Staatsfernsehen

„Es müssen umgehend substanzielle inhaltliche Verhandlungen anfangen - nicht zu technischen Fragen, sondern zu Fragen der politischen Organisation der Gesellschaft und der Staatlichkeit im Südosten der Ukraine.“
am 31. 8. vor dem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe

über die Führung der Ukraine

„In der Ukraine gibt es bislang keine legitime Macht, mehrere Staatsorgane werden von radikalen Elementen kontrolliert.“
am 18. 3. in der Rede an die Nation

„Sind sie da jetzt völlig verrückt geworden? Panzer, Schützenpanzerwagen und Kanonen! (...) Sind sie total bekloppt? Mehrfachraketenwerfer, Kampfjets im Tiefflug! (...) Sind sie dort jetzt völlig bescheuert geworden, oder was?
am 17. 4. im russischen Staatsfernsehen

über den Westen

„In der Ukraine überschritten die westlichen Partner die rote Linie, verhielten sich grob, verantwortungslos und unprofessionell.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

„Die Vereinigten Staaten dürfen in Jugoslawien, Irak, Afghanistan und Libyen agieren, aber Russland soll es verwehrt sein, seine Interessen zu verteidigen.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

über Russen im Ausland

„Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden die Russen zu einem der größten geteilten Völker der Welt. Millionen von Menschen gingen in einem Land ins Bett und erwachten in einem ganz anderen und wurden zur nationalen Minderheit.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

„Ich glaube daran, dass die Europäer, vor allem aber die Deutschen, mich verstehen werden (...). Unser Land hatte das starke Bestreben der Deutschen nach Wiedervereinigung unterstützt. Ich bin sicher, dass sie das nicht vergessen haben und rechne damit, dass Bürger Deutschlands das Bestreben der russischen Welt, ihre Einheit wiederherzustellen, (...) ebenfalls unterstützen werden.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

Im März hatte zudem US-Präsident Barack Obama Russland als eine „Regionalmacht“ bezeichnet. Russland ist das flächenmäßig größte Land der Erde und hat in der politischen Nachkriegsordnung eine zentrale Rolle gespielt. Putin hat einen Großteil seiner jahrelangen Präsidentschaft darauf ausgerichtet, das internationale Prestige Russlands nach dem Ende der Sowjetunion wieder aufzubauen.

Von

rtr

Kommentare (26)

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Herr Paul Mueller

18.11.2014, 18:23 Uhr

Habe mir gerade mal den Jahresbericht 2013 2014 der Atlantik Brücke angeschaut. Ist mit Google leicht zu finden. Interessant, das neben dem in der FAZ als Demagogen wirkenden Frankenberger, auch Kai Diekmann von amerikanischen Tellern ißt. Vielleicht war es ja doch seine Aufgabe, Wulff aus dem Weg zu räumen, weil der Gauckler aufgrund seiner Vergangenheit besser zu kontrollieren ist. IM Larve ist ja auffallend einer der Claqueure dieses Schmierentheaters, obwohl das gegen die Gepflogenheiten seines Amtes ist. Putin hat schon recht. Alte Männer in einem sterbenden Land versuchen immer noch und immer wieder Russland endlich unter Kontrolle zu bringen. Wieder nichts geworden. Naja, ist auch kein Wunder, bei den Kräften ... Friedrich Merz ... Cherno Jobatey - eine Gurkentruppe eben.

Herr Walter Schimpf

18.11.2014, 18:46 Uhr

"Atlantik-Brücke"

Selbstverständlich ist Frau Merkel Mitglied in dieser stark CIA-beeinflussten Organisation. Hr. Gauck übrigens auch.
Praktischerweise ist das Hauptquatier dieser Organisation nur einen Steinwurf von Merkels Wohnhaus entfernt....

Noch interessant: die "Atlantik-Brücke" vergibt jährlich den "Vernon A. Walters Award".

Wer war denn dieser "Vernon A. Walters"? Nun, ein ganz heißer Scharfmacher während des kalten Krieges und CIA-Direktor von 1972 - 1976.

Alles klar...?!

Herr Roman Tersano

18.11.2014, 18:54 Uhr

Nicht nur laut Putin

Nicht nur laut Putin ist das so, sondern lat jedes halbwegs klardenkenden Menschen, der nicht mit verschlossenen Augen durch die Welt geht.

Eine Konstante der us-amerikanischen Außen (und Kriegspolitik) ist, möglichst viele Länder unter ihre Hegenominalen Machtbereich zu bekommen.

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