Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.01.2015

13:13 Uhr

Ukraine

Poroschenko rüstet Militär im Osten weiter auf

Der ukrainische Präsident Poroschenko rüstet das Militär im Konfliktgebiet im Osten des Landes massiv auf. Binnen eines Tages wurden dort elf Menschen bei Separatisten-Angriffen getötet.

Rauchwolken hängen am Donnerstag über dem umkämpften Flughafen von Donezk. ap

Rauchwolken hängen am Donnerstag über dem umkämpften Flughafen von Donezk.

Kiew/MoskauDer ukrainische Präsident Poroschenko fordert Frieden in der Ostukraine – und rüstet das Militär im Konfliktgebiet massiv auf. Russland warnt vor einer Eskalation und dringt auf Verhandlungen. Trotz scharfer Kritik aus Moskau setzt die prowestliche Regierung in Kiew die umstrittene Aufrüstung des Militärs fort. Präsident Petro Poroschenko kündigte am Freitag eine Truppenverstärkung im Krisengebiet Ostukraine an. „In den vergangenen vier Monaten ist die ukrainische Armee bedeutend gestärkt worden“, sagte er. Ab kommender Woche sollen zudem bei einer Teilmobilmachung zusätzliche 50 000 Ukrainer bewaffnet werden.

Kiews Pläne „verletzen Geist und Buchstaben der Minsker Vereinbarungen“, kritisierte der russische Außenminister Sergej Lawrow. „Hoffen wir, dass diese Vorbereitungen nicht zu einem erneuten Abgleiten in einen bewaffneten Konflikt führen.

Euro-Einführung: Bulgarien plant den Abschied vom Lew

Euro-Einführung

Bulgarien plant den Abschied vom Lew

In Bulgarien war der Euro lange Zeit kein Thema. Jetzt denkt Sofia aber wieder intensiver über den Abschied vom Lew nach und tastet sich an die europäische Gemeinschaftswährung heran.

In der weißrussischen Hauptstadt Minsk war für diesen Freitag ein Treffen der Kontaktgruppe geplant. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) erwartete eine Bestätigung der Teilnehmer, zu denen auch die Ukraine und Russland gehören. Vertreter der prorussischen Separatisten reisten nach Minsk.

Lawrow sagte, er zähle auf Fortschritte bei Verhandlungen der Kontaktgruppe in Minsk. Ein möglicher Krisengipfel mit Kremlchef Wladimir Putin, Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Poroschenko und dem französischen Präsidenten François Hollande hänge von der Einhaltung der Waffenruhe ab. Ein solches Treffen war ursprünglich für den vergangenen Donnerstag in Kasachstan geplant gewesen.

Binnen 24 Stunden seien insgesamt elf Menschen getötet worden, teilten die ukrainischen Behörden am Freitag mit. Nach Armeeangaben waren darunter sechs Soldaten, 18 weitere Soldaten seien verletzt worden. Bei einem Rebellenangriff auf einen Kontrollpunkt bei Faschtschiwka in der Region Lugansk sei ein Zivilist getötet worden. Nach Angaben der Stadtverwaltung im heftig umkämpften Donezk kamen dort vier Zivilisten ums Leben, nachdem ein Lagerhaus nach Beschuss in Brand geriet.

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

16.01.2015, 13:30 Uhr

Für das Militär ist Geld da...für das Volk nicht!
Die Ukrainische Politik ist immer noch Korrupt und scherrt sich weiterhin einen Dreck um das Wohls seines Volk.
Desweiteren wird das ukrainische Volk nicht nur mit korrupten Politikern gegeiselt, sondern auch mit ausländischen (USA/Russland) Interessen. Solange die Ukrainische Politik so korrupt ist und nur auf sich und das Ausland schaut, sonlange bleibt die Ukraine ein Spielball von Mafia, ausländischen Interessen und der Willkür einer korrupten Politik Elite.

Frau Margrit Steer

16.01.2015, 13:57 Uhr

Poroschenko zeigt sehr deutlich, dass er offenbar nichts anderes will als Krieg
Hier ollte der Westen endlich mal Stopp machen un so einem Typen nicht noch eld hinterher wrfen wie es die EU und Merkl tun

Herr Riesener Jr.

16.01.2015, 13:58 Uhr

Das Geld für diese Aufrüstung kommt aus einem großen Topf, in den auch wir einzahlen. Also unterstützen wir militärisch die Ukraine, genauso wie Russland die Seperatisten unterstützt. Aber warum sanktionieren wir nur Russland aber nicht uns selbst??

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×