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12.01.2015

16:48 Uhr

Ukraines Ex-Präsident

Janukowitsch auf Interpol-Fahndungsliste

Veruntreuung und finanzielles Fehlverhalten: Die Interpol-Fahndungsliste umfasst nun Viktor Janukowitsch. Er hält sich höchstwahrscheinlich in Russland auf. Eine Auslieferung könnte schwierig werden.

Viktor Janukowitsch: Der ehemalige Präsident der Ukraine wird per Haftbefehl international gesucht. dpa

Viktor Janukowitsch: Der ehemalige Präsident der Ukraine wird per Haftbefehl international gesucht.

Kiew/MoskauInterpol hat den ukrainischen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch auf die Fahndungsliste der internationalen Polizeiorganisation gesetzt. Dem 64-Jährigen werden Veruntreuung und finanzielles Fehlverhalten vorgeworfen, wie aus dem am Montag veröffentlichten Fahndungsaufruf hervorgeht.

Die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete jedoch unter Berufung auf eine mit dem Fall vertraute Quelle, Russland werde höchstwahrscheinlich eine Auslieferung ablehnen. Janukowitsch soll sich in Russland aufhalten, wohin er sich im vergangenen Februar nach monatelangen Straßenprotesten in Kiew abgesetzt hatte.

Die Aufnahme in die Interpol-Liste berechtige zu Janukowitsch' Auslieferung an die Ukraine, egal in welchem Land er in Gewahrsam genommen werde, erklärten die pro-westlichen ukrainischen Behörden. Sie beschuldigen den Ex-Präsidenten, sich gemeinsam mit Verwandten und Vertrauten auf Kosten der Staatskasse und durch korrupte Geschäfte bereichert zu haben.

Janukowitsch hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Russland erklärte nach seiner Flucht, Janukowitsch sei das Opfer eines faschistischen Staatsstreichs. Die Proteste hatten sich unter anderem gegen Janukowitsch' prorussischen Kurs gerichtet. Nach seinem Sturz annektierte Russland die Halbinsel Krim. Im Osten der Ukraine brach ein Aufstand prorussischer Separatisten aus, der immer noch anhält. Mehr als 4700 Menschen wurden getötet. Die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland sind so schlecht wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

12.01.2015, 17:29 Uhr

Veruntreuung und finanzielles Fehlverhalten?!
Dann gehören Merkel und Schäuble etc. aber wenigstens auf die nationale Fahndungsliste!

Mit den verschwundenen 450 Millionen Dollar (ca. 25 % vom gesamten Verteidigungshaushalt) aus dem Verteidigungsetat und dem verschwunden Goldschatz hat Janukowitsch allerdings nichts zu tun, das war nach ihm. Wer kommt eigentlich dafür auf die Fahndungsliste von Interpol?!
Alles nur Schweinepolitik!!!

Herr Jürgen Dannenberg

12.01.2015, 17:36 Uhr

"Eine Auslieferung könnte schwierig werden" Nee, echt?

Herr Peter Spiegel

12.01.2015, 17:49 Uhr

In Diktaturen werden die Russen niemanden ausliefern,
da droht Folter....

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