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27.08.2014

20:59 Uhr

Ukrainische Medien

Russischer Soldat gesteht Hilfe für Rebellen

„Würde Russland in den Krieg eingreifen, wäre die Offensive längst in Kiew“: Russland wehrt sich gegen Vorwürfe einer Beteiligung an den Gefechten in der Ostukraine. Doch die Ukraine will nun Beweise in der Hand haben.

Eindeutig gekennzeichnet: Diese Panzer der ukrainischen Armee parken am Straßenrand bei Mariupol. ap

Eindeutig gekennzeichnet: Diese Panzer der ukrainischen Armee parken am Straßenrand bei Mariupol.

Moskau/KiewDie ukrainischen Sicherheitskräfte haben einem Medienbericht zufolge einen russischen Soldaten im Osten des Landes festgenommen, der die Lieferung von Militärgütern an die Separatisten gestanden habe. Der 19-Jährige gehöre zu einer Schützenbrigade des russischen Heeres, meldete die ukrainische Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch unter Berufung auf den Sicherheitsdienst des Landes SBU. Während der Befragung habe er eingeräumt, seine Einheit habe unter anderem „Grad“-Raketen und gepanzerte Fahrzeuge an die prorussischen Rebellen im Osten des Landes weitergeleitet.

Auch nach dem russisch-ukrainischen Gipfeltreffen in Minsk gehen die Kämpfe in der Ukraine mit unverminderter Härte weiter. Regierungstruppen töteten am Mittwoch eignen Angaben zufolge rund 200 prorussische Separatisten im Osten des Landes. Die Regierung in Kiew warf Russland vor, weitere Soldaten über die Grenze zu schicken. Ministerpräsident Arseni Jazenjuk warnte zudem, im Winter könnte Russland nicht nur der Ukraine, sondern auch der EU den Gashahn abdrehen.

Ein Armeesprecher sagte in Kiew, im Ort Amwrossijiwka sei eine Gruppe russischer Soldaten in gepanzerten Transportern aufgetaucht. Erst am Montag hatten ukrainische Sicherheitskräfte eigenen Angaben zufolge zehn Fallschirmjäger nahe der Grenze festgenommen. Die russische Seite hatte den Vorfall nicht dementiert, sondern von einem Versehen der Männer gesprochen.

Kanzlerin Angela Merkel hat von der Regierung in Moskau Aufklärung über die mutmaßliche Präsenz russischer Truppen in der Ukraine verlangt. Dies habe sie in einem Telefonat mit Präsident Wladimir Putin gesagt, erklärte ihr Sprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. „Sie unterstrich die große Verantwortung Russlands für eine Deeskalation und für eine Überwachung der eigenen Grenze.“ Auch die Kontaktgruppe mit Vertretern der OSZE, Russlands und der Ukraine müsse ihre Bemühungen um eine effektive Grenzsicherung und einen Waffenstillstand intensivieren, sagte Merkel nach Worten ihres Sprechers.

Gefechte in der Ostukraine: Mindestens drei Tote bei Beschuss in Donezk

Gefechte in der Ostukraine

Mindestens drei Tote bei Beschuss in Donezk

Separatisten und Regierungstruppen liefern sich in der Ostukraine weiter heftige Gefechte. In Donezk starben am Mittwoch mindestens drei Zivilisten. Angeblich rollt eine weitere russische Militärkolonne ins Kampfgebiet.

Russland hat wiederholt die Anschuldigung zurückgewiesen, es schicke Soldaten und Waffen über die Grenze und unterstütze die Separatisten, die einen Anschluss an das Nachbarland fordern. Auch ein früherer Anführer der Separatisten sagte in Moskau: „Würde Russland in den Krieg eingreifen, wäre die Offensive längst in Kiew.“

In Horliwka und Ilowaysk hat die ukrainische Armee rund 200 Separatisten getötet sowie Panzer und Raketensysteme zerstört, sagte ein Armeesprecher. Binnen 24 Stunden seien 13 ukrainische Soldaten ums Leben gekommen und 36 verletzt worden. Nach UN-Angaben sind in den Kämpfen mit prorussischen Separatisten 2200 Menschen getötet worden.

Kommentare (27)

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Herr Die Wahrheit oder nichts

27.08.2014, 15:26 Uhr

"natürlich wollten die Ukrainer Russland besetzen, ja ist klar."

Na logisch. Und die 10 russischen Fallschirmjäger wollten die Ukraine besetzen. Machen die doch noch schnell vor dem Frühstück...

Herr Mmnews De

27.08.2014, 16:07 Uhr

Wollen die USA einen Krieg mit Russland?

Sind Russland & China auf dem Weg, sich vom Dollar-Zwangssystem zu befreien?

Der chinesische Yuan soll dem privaten FED-Dollar als Weltwährung Konkurrenz machen.

Die Bank of China eröffnete in Frankfurt am Dienstag die erste Drehscheibe für die Landeswährung.
Weitere in London und Luxemburg werden folgen. Die Amerikaner bzw. FED sehen mit Missfallen, dass ausgerechnet Deutschland den Chinesen Starthilfe leistet.

Geldhäuser und Unternehmen können über die Bank of China in Frankfurt bald Geschäfte in Yuan abwickeln. Das viertgrößte Institut der Volksrepublik gab am Dienstag offiziell den Startschuss für die sogenannte Renminbi-Clearing-Bank in der hessischen Finanzmetropole.

China bläst zum Angriff auf den privaten FED-Dollar und das Medienkartell in Deutschland schweigt!

“Ab heute haben wir die Türen geöffnet”, sagte Bernd Meist, einer von 2 Geschäftsleitern der Frankfurter Niederlassung. Zudem vereinbarten die Chinesen eine Kooperation mit der Deutschen Bank. Beide Geldhäuser wollen dafür sorgen, dass künftig mehr Geschäfte zwischen China und Deutschland in Yuan abgewickelt werden und nicht mehr in Dollar.

Russland & China auf dem Weg, sich vom Dollar-Zwangssystem zu befreien?

Wenn sie damit Erfolg haben, bedeutet es den Todesstoß für die globale Vormachtstellung Amerikas bzw. der privaten FED-Bankster!

Seit dem 2. Weltkrieg wird der Handel mit Erdöl gezwungenermassen in privaten Fed-Dollar fakturiert, was der Rest der Welt ( Dank US Army oder besser FED Army ) so hinzunehmen hatte.

Wer sein Öl nicht gegen private FED-Dollar, sondern gegen Euro verkaufen wollte, wurde vom westlichen Medienkartell zum "Terroristen" erklärt ( Saddam Hussein , Hugo Chavez, Gaddafi, Ahmadinedschad ) und von der Nato "befreit".

Ist das der wahre Grund weshalb FED-Marionette Obama einen Krieg in Europa mit Russland will?

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/brics-bedrohen-das-us-weltbank-monopol.html

Herr Mmnews De

27.08.2014, 16:09 Uhr

Wollen die USA und ihre Propagandamedien einen Krieg in Europa?

Putin Berater Sergej Glazjew zu den Hintergründen rund um den Ukraine-Konflikt.

"Die USA wollen einen neuen Weltkrieg anzetteln, weil es für sie von Vorteil ist. Europa soll von einem Krieg verschlungen werden."

Glazjew, der in der Ukraine geboren und selbst Ökonom ist, kennt sich bestens aus mit den Machtspielen hinter der Bühne, in der Ukraine wie auch in Russland.

Seine Aussage: Die USA wollen wieder Krieg in Europa. Dabei wäre es besser, wenn die EU mit Russland zusammenarbeiten würde und eine neue Wirtschaftszone von Lissabon bis Wladiwostok gründen würde.

Dies jedoch will Washington mit allen Mitteln verhindern und ganz Europa von einem Krieg verschlingen lassen. Die Schwächung Europas und Russlands sei im Interesse der USA, die bereits aus den vergangenen Weltkriegen gestärkt hervorgegangen sind.

Dies sei auch dieses Mal wieder strategisches Ziel der USA. Auf diese Weise könnte sich Washington besser gegenüber China behaupten, von dem für den US-Dollar zunehmend eine Gefahr ausgehe.

Mit Anspielung an den ersten Weltkrieg wirft Glazjew den USA vor, dass Spiel Englands im vergangenen Jahrhundert zu spielen. "Man stelle die Nationen gegeneinander, verwickele sie in Konflikte und beginne einen Weltkrieg".

Glazjew weiter: "Russland wurde zum Opfer dieser Politik erkoren, während die Ukraine die Waffe der Wahl und das Kanonenfutter für den neuen Weltkrieg darstellt".

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