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26.11.2014

14:41 Uhr

Ukrainischer Gaskonzern appelliert

EU-Länder sollen Gasverträge mit Russland kündigen

Nächste Runde im Gasstreit: Naftogaz-Chef Andrij Kobolew fordert die EU-Länder zur einseitigen Änderung aller Gasverträge mit Russland auf. Stattdessen soll ein gemeinsamer Markt der EU inklusive der Ukraine entstehen.

Naftogaz-Chef Andrij Kobolew vor dem Logo des Gaskonzerns. AFP

Naftogaz-Chef Andrij Kobolew vor dem Logo des Gaskonzerns.

Bratislava Der Chef des ukrainischen Gaskonzerns Naftogaz hat die EU-Länder zur einseitigen Änderung aller Gaslieferverträge mit Russland aufgefordert. „Mit (dem russischen Gaskonzern) Gazprom zu verhandeln ist unrealistisch. Die Verträge müssen einseitig geändert werden“, sagte Naftogaz-Chef Andrij Kobolew in einem Interview der slowakischen Tageszeitung „Pravda“ (Mittwoch-Ausgabe). Anstelle bisher bestehender bilateraler Verträge von EU-Ländern mit Gazprom solle ein gemeinsamer Markt der EU inklusive der Ukraine entstehen, in dessen Rahmen Gas frei gehandelt werde.

Von der Slowakei forderte Kobolew, sie müsse ihre Gaslieferungen an die Ukraine deutlich erhöhen, was derzeit durch bestehende Verträge zwischen der Slowakei und Gazprom verhindert werde. Die Slowakei ist zu nahezu hundert Prozent von russischem Gas abhängig, das über das Nachbarland Ukraine geliefert wird. Seit September 2014 liefert die Slowakei über den sogenannten „Reverse flow“, also die Umkehr der Gastransport-Richtung von West nach Ost, Gas an die Ukraine.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Josef Schmidt

26.11.2014, 15:22 Uhr

Jetzt kommt so langsam raus was die Amis wollen.

Herr Otto Pankrath

27.11.2014, 14:03 Uhr

auf einen gemeinsamen Energiemarkt konnte sich die EU bisher nie einigen. Das würde ich begrüßen... nur was hat die Ukraine da verloren? Die Ukraine hatte bis zu Beginn des Konfliktes wesentlich weniger zahlen müssen als wir und doch nicht bezahlt.
Klar, ändern wir doch einfach mal einseitig die Verträge... mache ich im privaten Bereich doch auch ständig. Ach nein, denn das wäre ja Rechtsbruch... also doch nicht. Hält man sich nicht an Verträge, verliert man jede Glaubwürdigkeit und Rechtsbruch zieht Bestrafung mit sich.

Herr thomas oldendorp

27.11.2014, 17:43 Uhr

NAFTAGAZ::LÄUFT:: KAMIKAZE
..........................
der ukrainische gaskonzern zahlt seine schulden
an gazprom nicht und fordert jetzt andere Staaten
auf, verträge mit gazprom einseitig zu ändern..
..
erst Vertragsbruch und dann Nötigung..!!
ES LEBE DIE UKRAINISCHE DEMOKRATIE.!!
........................................

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