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26.08.2011

20:01 Uhr

Umbruch in Libyen

Gaddafis Truppen kämpfen um letzte Bastionen

Noch halten Gaddafis Truppen die Oberhand in zwei libyschen Städten, darunter in Gaddafis Heimatstadt Sirte. Das Gebiet, in dem Gaddafi vermutet wird, ist laut Rebellen umlagert. Es wird immer enger für den Ex-Diktator.

Libysche Rebellen östlich von Gaddafis Heimatstadt Sirte. dpa

Libysche Rebellen östlich von Gaddafis Heimatstadt Sirte.

Kairo/Tripolis/BerlinNach der Eroberung von Tripolis durch libysche Rebellen stehen jetzt auch Muammar al-Gaddafis letzte Machtbastionen im Land vor dem Fall. Die Kämpfe zwischen Aufständischen und Gaddafi-treuen Truppen konzentrierten sich am Freitag auf die beiden verbliebenen Hochburgen des alten Regimes, Gaddafis Heimatstadt Sirte sowie die Wüstenstadt Sebha im Zentrum des Landes. Dagegen flauten die Kämpfe in Tripolis
nach Fernsehberichten deutlich ab. Weiter unklar ist, wo der langjährige Diktator untergetaucht ist.

Nach einem Medienbericht sollen die Aufständischen einem Lastwagen-Konvoi verfolgen, in dem sie Gaddafi vermuten. Sie hofften, die Fahrzeuge etwa 40 bis 50 Kilometer vor Tripolis abfangen zu können, sagte Sicherheitsberater Abdul Karim Basama vom Übergangsrat der maltesischen Zeitung „The Times of Malta“. Es solle verhindert werden, dass Gaddafi nach Sirte oder Sebha durchkomme. „Das Gebiet, in dem er sich jetzt befindet, wird belagert“, sagte der Justizminister der Rebellen, Mohammed al-Alagi, der Nachrichtenagentur Reuters. Um welches Gebiet es sich handelt, wollte Alagi nicht sagen.

Andere Rebellenvertreter erklärten, sie gingen davon aus, dass sich Gaddafi im Gebiet Abu Salim im Süden der Hauptstadt aufhält. Dort war es in den vergangenen Tagen zu Gefechten mit Gaddafi-treuen Kräften gekommen. Rebellen hatten in dieser Woche schon einmal verkündet, sie hätten Gaddafi eingekreist. Diese Berichte stellten sich später jedoch als falsch oder voreilig heraus.

Libysche Rebellen verlegen ihren Sitz nach Tripolis

Video: Libysche Rebellen verlegen ihren Sitz nach Tripolis

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Derweil beklagte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) Fehler der internationalen Staatengemeinschaft bei der Einschätzung der Lage in Libyen. „Wir haben uns mindestens dreimal geirrt - nicht nur wir Deutschen, der ganze Westen“, sagte er in der Bundesakademie für Sicherheitspolitik in Berlin. Gaddafi sei erst „massiv unterschätzt“ und dann „massiv überschätzt“ worden. „Dann haben wir gesagt, es wird lange anhalten und es gibt überhaupt keine Veränderungen, und in einer Woche war Tripolis erobert.“

Der Chef der libyschen Übergangsregierung, Mahmud Dschibril, erklärte, die Aufständischen hätten inzwischen fast im ganzen Land die Oberhand. Nur Sebha, Sirte sowie das südöstlich von Tripolis gelegene Bani Walid seien noch nicht unter Kontrolle, sagte er nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu in Ankara. Ziel sei es, die Städte ohne Blutvergießen einzunehmen.

Kommentare (3)

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EuroTanic

26.08.2011, 20:12 Uhr

Die "Rebellen" - hauptsächlich Berberbanden und Bergvolk rund um Zintan, massakrieren wahllos die Einwohner von Tripolis. Genozid unter dem Schutzschirm der NATO-Invasoren - Die Schlächterbanden treiben die Bevölkerung von Tripolis aus ihren Häusern und benutzen sie als Schutzschilde gegen die Regierungstreuen. Die Quelle spricht von einem unglaublichen Blutbad unter der Zivilbevölkerung, das die NATO-Schützlinge anrichten - das Web füllt sich mittlerweile ebenfalls mit Bildern von den unfassbaren Verbrechen, begangen von Drecksgesindel an den Tripolitanern, von der mitverantwortlichen Informationsindustrie als "Freiheitskämpfer" bezeichnet ...

Pendler

26.08.2011, 22:02 Uhr

http://eurodemostuttgart.wordpress.com/

##########################

Handelblatt löscht den Artikel,

dass Herr Schäuble 748 Mrd € am Bundestag vorbei transferieren will #######

Ist das III. Reich mit der Pressezensur zurück????

Wolfgang

27.08.2011, 09:16 Uhr

"Euro Tanic" in welcher SED-Schule waren Sie denn, oder war es nur eine normale "Blindenschule?

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