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11.09.2014

17:01 Uhr

Umfrage in Frankreich

Zwei Drittel wollen Hollandes Rücktritt

Kein französisches Staatsoberhaupt seit dem zweiten Weltkrieg war so unbeliebt wie Francois Hollandes. Einer neuen Umfrage zufolge wünschen sich zwei Drittel der Bevölkerung den Rücktritt des Präsidenten.

So unbeliebt wie keiner vor ihm: Frankreichs Präsident Francois Hollande. Zwei Drittel der Bevölkerung wollen seinen Rücktritt. Reuters

So unbeliebt wie keiner vor ihm: Frankreichs Präsident Francois Hollande. Zwei Drittel der Bevölkerung wollen seinen Rücktritt.

ParisFast zwei Drittel der Franzosen sind einer Umfrage zufolge so unzufrieden mit Präsident Francois Hollande, dass sie dessen Rücktritt herbeisehnen. In der am Donnerstag veröffentlichten Ifop-Erhebung für das Magazin „Le Figaro“ erklärten 62 Prozent der Befragten, der Sozialist solle abtreten.

Von den Wählern der Sozialisten sprach sich ein Viertel für die Demission des Staatsoberhauptes aus, dessen fünfjährige Amtszeit erst in drei Jahren endet. Am Rande des Nato-Gipfels in Wales hatte Hollande vergangene Woche erklärt, keine Umfrage werde ihn dazu treiben, vor Ende der Amtszeit zurückzutreten.

Hollande, dessen Kampf gegen Wirtschaftsflaute und Arbeitslosigkeit weitgehend erfolglos blieb, ist in der Bevölkerung so unpopulär wie keiner seiner Vorgänger seit dem Zweiten Weltkrieg. Seine Beliebtheitswerte sind mit 13 Prozent auf einen historischen Tiefstand abgesackt.

Warum Frankreich in der Krise steckt

Arbeitslosigkeit

Eines der sichtbarsten Probleme ist die Arbeitslosigkeit im Land. Sie bewegt sich seit Monaten auf Rekordniveau. Zuletzt waren fast 3,4 Millionen Menschen ohne Job. Damit liegt die Quote fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

Wachstum

Gleichzeitig kommt das Wachstum in der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone nicht in Gang. In den ersten beiden Quartalen dieses Jahres stagnierte die Wirtschaft sogar.

Handelsdefizit

Zudem hat Frankreich eine negative Bilanz beim Austausch mit anderen Wirtschaftsnationen. Das Außenhandelsdefizit lag im ersten Halbjahr 2014 bei 29,2 Milliarden Euro.

Sparprogramm

Im Kampf gegen die Krise hat sich die Regierung ein Sparprogramm vorgenommen. Bis 2017 plant Paris Einsparungen in Höhe von 50 Milliarden Euro.

Neuverschuldung

Es ist fraglich, ob Frankreich wie zugesagt im kommenden Jahr das EU-Defizitkriterium wird einhalten können. Demnach darf die Neuverschuldung nicht mehr als drei Prozent der Wirtschaftskraft betragen. An dieser Hürde war Frankreich in den vergangenen Jahren stets gescheitert.

Zusätzlich zu den politischen Problemen macht ihm auch ein Buch seiner Ex-Lebensgefährtin Valerie Trierweiler zu schaffen, in dem sie ihn unter anderem als jemanden beschreibt, der Arme verabscheut.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Frau Helga Trauen

11.09.2014, 17:12 Uhr

Und welches Problem ist dann gelöst? Wird dann reformiert?
Schön wäre, wenn die Franzosen endlich auf die Straße gingen und die EUSSR kollabieren lassen. Die Deutschen werden das nie tun. Franzosen! Geht Euren Weg, und gebt uns die Freiheit zurück!

Frau Helga Trauen

11.09.2014, 17:13 Uhr

Wichtig ist natürlich auch die Einsicht, dass Sozialisten "es" nicht können! Das gilt natürlich genauso für den deutschen Giesizwerg und Siggi Popp!

Herr Peter Spiegel

11.09.2014, 18:53 Uhr

Nix da, der bleibt bis die EU platt ist.

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