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13.03.2014

07:06 Uhr

Umfrage

Mehrheit der Deutschen hält nichts von Sanktionen

ExklusivZwei von drei Deutschen lehnen Wirtschaftssanktionen gegen Russland ab. Das hat die Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer ermitteln lassen. Die Mehrheit der Befragten fürchtet negative Auswirkungen für Deutschland.

Deutschland diskutiert, wie Kanzlerin Angela Merkel Russlands Präsidenten Wladimir Putin in der Krim-Krise begegnen sollte. dpa

Deutschland diskutiert, wie Kanzlerin Angela Merkel Russlands Präsidenten Wladimir Putin in der Krim-Krise begegnen sollte.

DüsseldorfWährend sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in der Krim-Krise auf schärfere Sanktionen gegen Russland vorbereiten, lehnt eine Mehrheit der Deutschen ein solches Vorgehen ab. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, die der digitalen Tageszeitung „Handelsblatt Live“ (Morgenausgabe) vorliegt. So glauben nur 24 Prozent der Bundesbürger, dass Wirtschaftssanktionen dazu beitragen können, die Krise zu lösen. 69 Prozent dagegen sind der Auffassung, dass Sanktionen nichts an der verfahrenen Situation ändern.

Fast der gleiche Anteil der Befragten, 64 Prozent, befürchtet, dass der Konflikt für Deutschland negative Auswirkungen haben könnte. Nur 32 Prozent setzen dagegen darauf, dass die sich die Auseinandersetzungen zwischen der Ukraine und Russland nicht auf die Bundesrepublik niederschlagen werden. Zudem ist mehr als die Hälfte der Bundesbürger, 57 Prozent der Befragten, der Meinung, dass die alte Regierung in der Ukraine die Hauptschuld an der Eskalation trägt.

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Gespalten sind die Deutschen bei der Frage, ob die Krim-Krise zu einem Engpass in Deutschland bei der Versorgung mit Erdöl und Erdgas führen wird. 44 Prozent der Befragten erwarten eine Einschränkung der Rohstofflieferungen, 49 Prozent gehen von ungebremsten Öl- und Gasimporten nach Deutschland aus. Schließlich halten 64 Prozent der befragten Bundesbürger Russland nach wie vor für einen verlässlichen Erdgas- und Energielieferanten.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat zwischen dem 7. und 10. März 1003 Bundesbürger befragt.

„Handelsblatt Live“ ist eine dreimal täglich aktualisierte Digitalzeitung, die über eine App für iPad und Android verbreitet wird.

Kommentare (8)

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13.03.2014, 07:42 Uhr

Die Meinung der Deutschen ist da uninteressant. Es wird von Europa das gemacht, was die USA anweisen!
Und die dortigen Konzerne haben angwiesen, dass wir künftig von den teuren Rohstoffen der USA abhängig sein werden.
Zu diesem Zweck der Putsch in der Ukraine.
Auf diesen kurzen Satz kann man die Situation reduzieren.

Ausgangspunkt des Ganzen ist die Angst der USA vor einer Handelsachse Europa-Rußland-China.

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13.03.2014, 07:49 Uhr

Das Ergebnis dieser Umfrage wird niemanden interssieren, der irgend wie an den Verhandlungen beteiligt ist. Warum darf die Krim nicht zu Russland, wenn die EU sich doch auch die Westukraine einverleiben möchte? Wie kann die EU mit einer Übergangsregierung Verträge abschließen wollen? Warum soll ein weiteres Land mit massiven Geldproblemen aufgenommen werden? Ich sehe die
Eurokritischen Parteien ganz massiv auf dem Vormarsch.

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13.03.2014, 08:55 Uhr

Leider ist es so dass diese Meinungen nicht ernst genommen werden. Die Medien berichten weiter so als sehen wir die Russen als das Böse an. Diese Umfrage zeigt, und man merkte es schon vorher in Internetforen und in sozialen Medien, dass die meisten Menschen diesen US- und EU-freundlichen Kurs satt haben. Komisch ist nur dass die meisten Medien ihren Kurs weiterfahren, wie verseucht und gesteuert. Ich bin froh das Handelsblatt diese Meldung zeigt.
Russland handelt völlig richtig und es gibt nichts zu sanktionieren!

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