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13.06.2012

14:42 Uhr

Umfrage

Mehrheit der Deutschen plädiert für Euro ohne Griechen

Für den Euro wird es eng. Davon ist zumindest die Hälfte der Deutschen in einer Umfrage überzeugt. Einige Länder werden austreten, sagen sie. Viel Zustimmung gibt es für ein Ausscheiden Griechenlands.

Eine griechische Euromünze und eine Münze von 20 Drachmen, der ehemaligen griechischen Währung. dpa

Eine griechische Euromünze und eine Münze von 20 Drachmen, der ehemaligen griechischen Währung.

BerlinEuro-Zone ohne Griechenland? Mehr als zwei Drittel der Menschen in Deutschland plädieren in einer Umfrage für einen Austritt des Landes. 69 Prozent der Befragten wollen Hellas ohne Euro, wie das Meinungsforschungsinstitut YouGov am Mittwoch berichtete. Lediglich 17 Prozent sprechen sich gegen einen Austritt aus.

Am Sonntag wird in Griechenland wieder gewählt, nachdem sich die Parteien nach der Wahl am 6. Mai nicht auf eine Koalitionsregierung einigen konnten. Die Wahl gilt als Entscheidung für oder gegen einen Reform- und Sparkurs des Landes.

Aber nicht nur zu Griechenland beziehen die Befragten in der Umfrage Stellung. Nur eine knappe Mehrheit der Deutschen (52 Prozent) würde bei einem Referendum dafür stimmen, in der EU zu bleiben. Rund ein Drittel (29 Prozent) würde für einen Austritt stimmen.

Sehr kritisch sehen die Befragten auch die Zukunft der Gemeinschaftswährung Euro. Jeder zweite Befragte (50 Prozent) ist der Meinung, dass einige Länder wie beispielsweise Griechenland aus der Eurozone ausscheiden werden. Rund jeder fünfte Deutsche (21 Prozent) rechnet damit, dass der Euro die kommenden zehn Jahre nicht überleben wird und dass die Euroländer wieder ihre alten Währungen einführen. Nur 22 Prozent der Befragten aus Deutschland gehen davon aus, dass der Euro als Ganzes die kommenden zehn Jahre überstehen wird.

Allerdings wäre ein Zusammenbruch der Gemeinschaftswährung schlecht für die deutsche Wirtschaft, ist rund die Hälfte der Deutschen überzeugt (52 Prozent). Lediglich 18 Prozent halten ein Ende des Euro für gut für die deutsche Wirtschaft. Darin unterscheiden sich die Befragten in der Bundesrepublik deutlich von denen in Frankreich. Dort halten sich die Pessimisten (26 Prozent) und Optimisten (22 Prozent) eines Zusammenbruchs mit Blick auf die französische Wirtschaft etwa die Waage. 43 Prozent der Befragten sind sich nicht sicher, welchen Effekt der Zusammenbruch für die französische Wirtschaft hätte.

In Deutschland ließ YouGov für seine Erhebung 1034 Menschen zwischen Ende Mai und Anfang Juni befragen. Nach Angaben des Meinungsforschungsinstitutes sind die Ergebnisse repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren. Die statistische Fehlerquote liege zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten.

Von

dpa

Kommentare (10)

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Euroaus

13.06.2012, 15:13 Uhr

Deutschland ohne Euro!
Das wäre viel besser!!!

Michael44

13.06.2012, 15:15 Uhr

Ja auch ich bin für den Austritt Griechenlands aus dem EURO, denn bereits bei Eintritt in den EURO hatten griechische Politiker geschummelt und falsche Haushaltszahlen nach Brüssel gemeldet.

In den EURO gehören nur EU-Länder, die annähernd wirtschaftlich gleich stark sind, und wettberwerbsfähig sind. Bei Zypern oder Malta kann man meinetwegen eine Ausnahme mahchen, da diese Inselstaaten sehr klein sind, und nicht ins Gewicht fallen.

Aber bereits ein Land wie Griechenland hat nichts im EURO-Raum verloren.

Hoffentlich ist es den Politikern künftig eine Lehre, dass nur noch Länder in den EURO kommen, die wirtschaftlich stark genug sind und deren Haushaltszahlen auch stimmen. Auch viele EU-Bewerberstaaten aus Osteuropa, die Schlange stehen und den EURO wollen, sind nicht geeignet und sollten besser draussen bleiben und nicht den EURO erhalten.



PRAWDA

13.06.2012, 15:17 Uhr

Ich plädiere für den Euro ohne Deutschland!
Und außerdem für die Abwicklung der EU!

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