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02.01.2015

15:08 Uhr

Umfrage

Russland in Serbien beliebter als EU

Laut einer Umfrage haben nur 32 Prozent der Serben eine positive Einstellung zur EU. Dennoch würde mehr als die Hälfte der Bevöölerung für eine EU-Mitgliedschaft stimmen. Russland erfreut sich größerer Beliebtheit.

Russland ist in Serbien einer Umfrage zufolge deutlich beliebter als die EU. ap

Russland ist in Serbien einer Umfrage zufolge deutlich beliebter als die EU.

BelgradObwohl die meisten Serben nach eigenen Angaben ein besseres Verhältnis zu Russland haben, wünscht eine Mehrheit den EU-Beitritt. Die Einwohner des Balkanstaates gehen davon aus, dass sich ihr Leben durch einen EU-Beitritt verbessern würde. Die geht aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage hervor, die im Auftrag der serbischen Nachrichtenagentur Beta und der Europäischen Union erstellt wurde.

Nur 32 Prozent der Befragten hatten eine positive Einstellung zur EU, zu Russland hingegen 52 Prozent. Dennoch würden rund 54 Prozent für eine EU-Mitgliedschaft stimmen; 25 Prozent sprachen sich gegen den Beitritt aus.

Rund zwei Drittel der tausend vom Institut Ipsos befragten Serben hofften, dass der EU-Beitritt Arbeitslosigkeit und Korruption verringern sowie die Wirtschaftslage des Landes verbessern würde.

So steht EU-Kandidat Serbien wirtschaftlich da

Wachstum

Mit zwei Prozent wächst Serbien im zu Ende gehenden Jahr so schnell wie kaum ein anderes europäisches Land. Allerdings dürfte sich der Wert nach einer Prognose der Regierung 2014 halbieren. Ein Grund dafür ist der Sparzwang des Staates. Die hohe Inflation von rund 8,5 Prozent drückt die Kaufkraft, weshalb der private Konsum, der für drei Viertel des Bruttoinlandsproduktes steht, schrumpften dürfte.

Wettbewerbsfähigkeit

Im Standortvergleich des Weltwirtschaftsforums kommt Serbien gerade einmal auf Rang 101 - hinter Ländern wie Nicaragua und Guatemala. Als größte Probleme gelten Korruption, übermäßige Bürokratie, ein schlechter Zugang zu Krediten sowie eine instabile Regierung und eine oft mangelhafte Infrastruktur. Pluspunkte sind günstige Lohnkosten und attraktive Steuersätze. Transparency International listet Serbien in seinem Korruptionswahrnehmungsindex auf Platz 72 und damit hinter Staaten wie Lesotho oder Namibia.

Finanzen

Um die Finanzen des osteuropäischen Landes ist es nicht besonders gut bestellt. Die Neuverschuldung dürfte der Regierung zufolge im kommenden Jahr bei 7,1 Prozent der Wirtschaftskraft liegen und damit die höchste in der Region sein. Die EU-Regeln erlauben eigentlich nur drei Prozent. Der Schuldenberg dürfte auf knapp 66 Prozent des Bruttoinlandsproduktes anwachsen. Hier sieht die EU ein Limit von 60 Prozent vor, das aber auch vom wirtschaftlich robusten Deutschland und vielen anderen Ländern weit übertroffen wird.

Handel mit Deutschland

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner des Balkan-Staates. 2012 wurden Waren im Wert von 1,5 Milliarden Euro dorthin geliefert, die Importe lagen bei knapp einer Milliarde Euro. Deutschland bezieht vor allem Elektrotechnik, Maschinen und Nahrungsmittel aus Serbien. Geliefert werden vor allem Fahrzeuge, Maschinen und Chemieprodukte.

Serbien hat ein enges Verhältnis zu Russland, verhandelt aber seit Januar 2014 mit der EU über einen Beitritt. Nur 24 Prozent der Befragten wussten dies.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

02.01.2015, 15:28 Uhr

Russland in Serbien beliebter als EU

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Und spätestens wenn es in diesem 2015 zu einem Europäischen Krieg kommt...

fliehen alle aus Europa raus.

So viele Jahre EU...KEINERLEI ERFOLGE...

KEINERLEI POLITISCHE EU-IDOLE...

nur noch Hass und Wut gegenüber der Täglich Versagende EU-Politik und EU-Politiker.

Da kommen nur noch aus Afrika Menschen nach Europa weil diese nicht wissen was wirklich in der EU abgeht.

Die wissen nichts über EU-Obdachlosigkeit...

EU-Arbeitslosigkeit...

EU-Perspektivlosigkeit für die Zukunft von 500 Millionen Europäer.

Von den Politiker wird man nur angelogen...

von Arbeitgeber soll man bei 450€-Job den Doktortitel mitbringen und die doppelte Stundenzahl fürs gleicher Geld arbeiten...

die Kapitalmärkte in der EU werden 2015 nicht den Druck aushalten und zusammen brechen was noch mehr Arbeitslosigkeit uns einbringen wird.

Wozu noch so teure EU-Politik und überteuerte EU-Politiker verhalten ?

EU-Vertragsbruch des EU-Lissabonner Vertrages kostet jährlich der EU-Steuerzahler 280 Millionen EURO aber keiner spricht darüber in der EU...

die verhalten sich alle gegenseitig...

aber am kleiner EU-Rentner in Portugal, Spanien und anderswo werden die Renten gekürzt ????

Sieht so EU-Gerechtigkeit aus ?

EU-Politiker arbeiten nur 37 Stundenwoche...

aber Beamter müssen eine erhöhung ihrer Arbeitswoche in mehr Stunden akzeptieren ?

Wir sind im falschen Film ?

Wenn alle nicht mehr mitmachen...was geschieht dann ?


Account gelöscht!

02.01.2015, 17:26 Uhr

Wen soll das wundern?

Immerhin hat der weite Osten doch das längst hinter sich gelassen, was dem Euro-Währungsverbund noch garstig bevorsteht.

Herr otto r. kristek

02.01.2015, 20:10 Uhr

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