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27.04.2015

14:38 Uhr

Umfrageergebnisse

Schottische Nationalpartei vor Erdrutschsieg

In einer Umfrage gewinnt die schottische Nationalpartei SNP 57 von 59 Sitzen. Damit wären sie die drittstärkste Fraktion im britischen Unterhaus. Damit könnte der SNP das Rennen zwischen Cameron und Miliband entscheiden.

SNP-Unterstützer in Kilmarnock: Die schottische Nationalpartei könnte drittstärkste im Vereinigten Königreich werden. AFP

SNP-Wähler

SNP-Unterstützer in Kilmarnock: Die schottische Nationalpartei könnte drittstärkste im Vereinigten Königreich werden.

LondonDie Schottische Nationalpartei (SNP) steht einer Projektion zufolge bei der britischen Parlamentswahl vor einem Kantersieg und dürfte damit bei der Regierungsbildung in London das Zünglein an der Waage werden. Nach einer am Montag von der Webseite ScotlandVotes veröffentlichten Berechnung auf Basis einer TNS-Umfrage könnte die SNP 57 der 59 schottischen Sitze gewinnen.

Je ein Mandat sagen die Wahlforscher für die oppositionelle Labour-Partei und für die Liberaldemokraten voraus. Mit 57 Abgeordneten wäre die SNP drittstärkste Kraft im britischen Unterhaus. Bei der vorigen Unterhauswahl im Jahr 2010 hatte Labour in seiner Hochburg Schottland noch 41 Sitze geholt, die Liberaldemokraten gewannen elf Mandate, die SNP sechs und die Konservativen eines.

Landesweit sieht es weiter nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen der Konservativen von Premierminister David Cameron und der Labour Party von Ed Miliband aus. Einer Umfrage von YouGov für die Zeitung "Sun" zufolge kommen die Konservativen aktuell auf 33 Prozent. Für Labour würden 34 Prozent der Befragten stimmen. Gewählt wird am 7. Mai.

Die Prozentzahlen allein sind nicht sehr aussagekräftig, da wegen des Mehrheitswahlrechts der Kandidat mit den meisten Stimmen den Wahlkreis gewinnt. Alle anderen Stimmen fallen unter den Tisch. In Schottland etwa liegt die SNP bei 54 Prozent gegenüber 22 Prozent für Labour.

Das würde der Projektion zufolge aber 57 Sitze für die SNP und nur einen für Labour bedeuten. Die Konservativen liegen demnach bei 13 Prozent, erhalten aber keinen Sitz, während ihr Koalitionspartner, die Liberaldemokraten, mit sechs Prozent ein Mandat gewinnen könnten.

Von

rtr

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