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09.02.2017

11:22 Uhr

Umfragen unter US-Wählern

Warum Trump sich sorgen muss

VonAndreas Neuhaus

In zahlreichen Großstädten der USA wurde gegen das von Donald Trump verhängte Einreiseverbot protestiert. Doch laut einer Umfrage ist die Mehrheit der Bevölkerung für den Erlass. Trotzdem muss Trump sich Sorgen machen.

Gegen die vom US-Präsidenten erlassenen Einreisebeschränkungen gibt es weltweite Proteste. dpa

Proteste gegen Trump

Gegen die vom US-Präsidenten erlassenen Einreisebeschränkungen gibt es weltweite Proteste.

Düsseldorf„Wir könnten das jedes Wochenende machen“, stand auf einem Schild, das ein Demonstrant in Washington in die Höhe reckte. Zehntausende Menschen protestierten in den USA am vergangenen Wochenende gegen den von Donald Trump verhängten Einreisestopp – unter anderem in Washington, in New York, Los Angeles, San Francisco und Miami. Die Menschen schrien ihre Wut gegen den US-Präsidenten heraus und skandierten: „Hey, hey. Ho, ho. Donald Trump must go.“

Allein, so lautstark der Protest auch sein mag: Er repräsentiert laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Morning Consult in den USA nicht die Mehrheit der Bevölkerung. 55 Prozent der registrierten Wähler sagen, dass sie dem temporären Einreiseverbot für Bürger und Flüchtlingen aus sieben muslimisch geprägten Staaten zustimmen. Lediglich 38 Prozent lehnen es ab. Besonders hoch ist die Zustimmung für das Einreiseverbot unter den Republikanern. Unter diesen finden 82 Prozent Einreisestopp richtig. Bei den Wählern, die keiner Partei zugeordnet werden können, sind es immerhin 54 Prozent. Lediglich die Wähler der Demokratischen Partei lehnen den Erlass mit 65 Prozent mehrheitlich ab.

Wen betrifft Trumps Einreiseverbot?

Iran

Flüchtlinge: 3109

Daueraufenthalte / Greencards: 13.114

Besucher: 35.266

Quelle: US-Heimatschutzministerium, Zahlen 2015 / dpa

Jemen

Flüchtlinge: 16

Greencards: 3194

Besucher: 5549

Libyen

Flüchtlinge: 0

Greencards: 734

Besucher: 2879

Somalia

Flüchtlinge: 8858

Greencards: 6796

Besucher: 359

Sudan

Flüchtlinge: 1578

Greencards: 3580

Besucher: 4792

Syrien

Flüchtlinge: 1682

Greencards: 3840

Besucher: 16.010


Es gibt jedoch ein großes „Aber“. Nach zwei Wochen im Weißen Haus sind zwar immerhin 47 Prozent mit der Leistung des US-Präsidenten zufrieden. In der Befragung der Vorwoche waren es allerdings noch 49 Prozent. Zugleich stieg im selben Zeitraum die Unzufriedenheit über seine Präsidentschaft um fünf Prozentpunkte. Lag diese in der Vorwoche noch bei 41 Prozent, sind es bei der aktuellen Umfrage schon 46 Prozent.

Trotzdem finden seine bisherigen „executive orders“ eine Mehrheit unter den Wählern. Beispielsweise sind 48 Prozent der Befragten für den Bau einer Mauer nach Mexiko, nur 42 Prozent dagegen. Noch deutlicher sieht es beim Transpazifisches Handelsabkommen TPP aus: 47 Prozent der Befragten finden es richtig, dass die USA aus dem Freihandelsabkommen aussteigen. Lediglich 33 Prozent sehen das anders.

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Kommentare (23)

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Herr Bernhard Ramseyer

09.02.2017, 12:21 Uhr

"55 Prozent der registrierten Wähler sagen, dass sie dem temporären Einreiseverbot für Bürger und Flüchtlingen aus sieben muslimisch geprägten Staaten zustimmen. Lediglich 38 Prozent lehnen es ab. "


Warum Trump sich sorgen muss???


Account gelöscht!

09.02.2017, 13:28 Uhr

Diese, von Soros bezahlten, Krawall Aktivisten werden auch noch leiser werden. In der Anzahl ihrer Mitglieder spielen Sie in den USA sowieso keine Rolle.
Die Mehrheit der USA Bevölkerung steht hinter dem Sicherheits- und Schutzkonzept von Trump und seinen Team. Die Deutschen Medien sollten sich langsam damit anfreunden, dass ein Volk, egal welches, eine freie Einreise bzw. Visum Recht nie dem "Safety First" Gedanken/Gefühl unterordnen werden.
Nach "American first" kommt gleich "Safety first". Trump muss also so handel wie er handelt. Auch Obama hat eine Gefahr gesehen, die von bestimmten Ländern in der Welt für die USA ausgehen. Nur hat Trump diese Länderliste = Einreiseverbot auf Zeit nie druchsetzen wollen. Trump macht das, was ein starker und verantwortlicher Präsident für die Sicherheit und den Schutz seine Volkes tun muss. Die Kontrolle, den Schutz über die eigenen Grenzen und Einreisebestimmungen herzustellen.

Account gelöscht!

09.02.2017, 13:42 Uhr

Die Eliten haben doch Erfahrung im putschen.

Witz: Warum gab es in den USA noch keinen Putsch. Weil es keine US-Botschaft gibt... Aus der Anstalt(ZDF SatireSendung)

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