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11.04.2011

16:15 Uhr

Umstrittene Ausstellung in Peking

Grütters plädiert für Fortsetzung

Trotz der Festnahme des chinesischen Künstlers Ai Weiwei - die Vorsitzende des Kulturausschusses Monika Grütters will eine deutsche Ausstellung in Peking weiterführen. Sie erntet dafür heftige Kritik.

Eröffnung der umstrittenen Ausstellung. Quelle: dpa

Eröffnung der umstrittenen Ausstellung.

BerlinTrotz der Festnahme des chinesischen Künstlers Ai Weiwei plädiert die Vorsitzende des Kulturausschusses, Monika Grütters, für die Fortsetzung der aus deutschen Steuergeldern finanzierten Ausstellung „Die Kunst der Aufklärung“ in Peking.

Gerade jetzt müssten die deutsch-chinesische Kulturarbeit und auch die Ausstellung weitergehen, sagte die CDU-Politikerin am Montag im RBB-Inforadio. „Wir haben gerade mit unserem Kulturengagement in hermetischen Gesellschaften den meisten Wandel durch Annäherung erreicht.“

Wenn man durch die Kulturpolitik die Zivilgesellschaft einbeziehe, könne sich über Jahre ein anderes Klima in einem Land bilden, fügte Grütters hinzu. Am Wochenende hatte Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller die Ausstellung heftig kritisiert. Es sei falsch gewesen, dass sich deutsche Museen bereit gefunden hätten, in der gegebenen politischen Situation in China die Ausstellung zu veranstalten. Sie wird von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, den Staatlichen Museen zu Berlin und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München präsentiert.

Ai war am 3. April am Flughafen Peking festgenommen worden. Sein derzeitiger Aufenthaltsort ist nicht bekannt. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte kurz zuvor im neuen chinesischen Nationalmuseum die Ausstellung eröffnet. Das Auswärtige Amt beteiligt sich mit 6,6 Millionen Euro maßgeblich an der Finanzierung des Zehn-Millionen-Euro-Projekts.

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