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10.06.2014

20:03 Uhr

Umstrittene russische Pipeline

Österreich hält an South Stream fest

Während die EU-Kommission das Projekt kritisch sieht, setzen Österreich, Italien und weitere Länder weiter auf den Bau der so genannten South Stream Pipeline. So könnte russisches Gas ohne Transit der Ukraine strömen.

Sie ist umstritten: Die South Stream Pipeline – hier beim symbolischen Baustart des Abschnittes in Bulgarien – stößt auf Kritik, weil Russland Betreiber und Lieferant des Gases wäre. AFP

Sie ist umstritten: Die South Stream Pipeline – hier beim symbolischen Baustart des Abschnittes in Bulgarien – stößt auf Kritik, weil Russland Betreiber und Lieferant des Gases wäre.

WienÖsterreich tritt weiterhin für die umstrittene russische Erdgaspipeline South Stream ein. In einem gemeinsamen Schreiben mit anderen Ländern will die Alpenrepublik bei der EU-Kommission für eine Unterstützung der Pipeline werben, wie eine Sprecherin des österreichischen Bundeskanzlers am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Derzeit liefen Gespräche über den Inhalt des Schreibens.

Initiator des gemeinsamen Schreibens ist der Sprecherin zufolge der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi. Beteiligt sollen neben Italien jene Länder sein, durch die die geplante Pipeline laufen soll: Bulgarien, Serbien, Ungarn, Slowenien, Kroatien und Österreich. Über die Pipeline soll ab 2017 russisches Gas von der bulgarischen Schwarzmeerküste durch Serbien und Ungarn bis nach Österreich strömen.

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Bulgarien hatte am Wochenende nach einer Aufforderung durch die EU die Arbeiten an der Pipeline gestoppt. Das Land hat die Baupläne aber nicht aufgegeben, sondern will das Projekt mit Zustimmung der EU-Kommission fortsetzen. Die EU-Kommission prüft, ob der Bau der Pipeline durch den russischen Staatskonzern Gazprom mit EU-Recht vereinbar ist. Nach den EU-Regeln ist es unzulässig, dass ein Erdgaslieferant zugleich den Zugang zu den Pipelines kontrolliert.

Russland will mit der Route die Ukraine als Transitland für Erdgaslieferungen nach Westeuropa umgehen, da beide Seiten - wie auch derzeit - immer wieder über Preise für Gas und die Durchleitung streiten. Der österreichische Erdöl- und Gaskonzern OMV hatte Ende April mit Gazprom eine Absichtserklärung zum Bau der Pipeline bis nach Österreich unterzeichnet. Die Österreicher, die damit die Versorgungssicherheit des Landes absichern wollen, hoffen, die notwendigen Genehmigungen bis Ende 2015 zu erhalten.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

10.06.2014, 20:42 Uhr

Das ist die einzig richtige Antwort gegen das Bauverbot welches die USA in Bulgarien durchsetzen wollen.

Die USA stehen gegen die Interessen Europas.

Fuck the USA!

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