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04.05.2015

16:26 Uhr

Umstrittene Spendenpraxis

Bill Clinton verteidigt Familienstiftung

Kuwait, Katar, Oman – auf der Spenderliste der Clinton-Familienstiftung finden sich Staaten, die ein kompliziertes Verhältnis zu den USA haben. Ex-Präsident Bill Clinton verteidigt sich – und gelobt Besserung.

Wegen Spenden von umstrittenen Regierungen für ihre Familienstiftung geriet die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in die Kritik. Reuters

Clinton in der Kritik

Wegen Spenden von umstrittenen Regierungen für ihre Familienstiftung geriet die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in die Kritik.

WashingtonDer ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat die umstrittene Spendenpraxis seiner Familienstiftung verteidigt. Die Spenden in Millionenhöhe von ausländischen Regierungen hätten keinen Einfluss auf die US-Politik gehabt, sagte Clinton dem TV-Sender NBC am Montag. Zuletzt hatten sich die Clintons nach mehrfacher Kritik allerdings bereit erklärt, nur noch Spenden von sechs westlichen Geberländern anzunehmen, darunter auch Deutschland. Damit sollen Zweifel an der Unabhängigkeit der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ausgeräumt werden. Dieser Schritt sei aber keineswegs ein Eingeständnis vergangener Fehler, sagte Bill Clinton gegenüber NBC.

Die Spenden während Hillary Clintons Zeit als Außenministerin (2009-2013) kamen unter anderem von Regierungen, die diplomatisch, militärisch und finanziell komplizierte Beziehungen mit den USA haben, darunter Kuwait, Katar und Oman. Unter den Geberländern war auch Saudi-Arabien, wo Frauen vom Staat krass diskriminiert werden. Auch eine kanadische Regierungsbehörde war darunter, die sich für den Bau der umstrittenen Keystone-XL-Pipeline einsetzt, das Öl von Kanada quer durch die USA an den Golf von Mexiko transportieren soll. Seit 2001 kamen aus dem globalen Netzwerk fast zwei Milliarden Dollar (1,8 Mrd Euro) Spenden zusammen, die für Entwicklungshilfe genutzt werden.

Von

dpa

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