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29.01.2009

20:20 Uhr

Umstrittene US-Sicherheitsfirma

Blackwater muss Irak verlassen

Die irakische Regierung hat sich geweigert die Lizenz für das US-Söldnerunternehmen Blackwater zu verlängern. Die Mitarbeiter des Sicherheitskonzerns, deren Mitarbeiter vor zwei Jahren höchstwahrscheinlich mindestens 14 Zivilisten in Bagdad erschossen haben, müssen das Land daher verlassen.

Söldner von Blackwater. Foto: ap ap

Söldner von Blackwater. Foto: ap

HB WASHINGTON/BAGDAD. Wie das US- Außenministerium bestätigte, weigerte sich die irakische Regierung, die Arbeitslizenz für das Unternehmen zu verlängern. "Wir werden die irakische Entscheidung befolgen", sagte ein Sprecher des State Departement am Donnerstag in Washington.

Man prüfe nun andere Optionen, um die Sicherheit für US-Diplomaten zu gewährleisten. "Die Lizenz ist abgelaufen, auf Geheiß des Innenministeriums wird sie nicht weiter verlängert", hatte die Behörde in Bagdad kurz zuvor bekanntgegeben.

Der Tod der 14 Iraker durch Blackwater-Mitarbeiter im September 2007 hatte die Beziehungen zwischen den USA und dem Irak zeitweise erheblich belastet. Die US-Justizbehörden werfen den Männern vor, in Bagdad mindestens 14 Iraker erschossen und weitere 22 Menschen verletzt zu haben. Alle Zivilisten seien unbewaffnet gewesen. Die Beschuldigten im Alter zwischen 25 und 29 Jahren sollen ohne ersichtlichen Grund das Feuer eröffnet haben.

Die Blackwater-Mitarbeiter behaupten dagegen, nach der Explosion einer Autobombe aus dem Hinterhalt angegriffen worden zu sein. Ein Prozess gegen fünf Blackwater-Mitarbeiter soll Anfang kommenden Jahres vor einem Bundesgericht in Washington beginnen.

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