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13.02.2013

00:43 Uhr

Umstrittener Kandidat

Grünes Licht für Hagel als Pentagonchef

Obama kann aufatmen: Offenbar kann er seinen Wunschkandidaten Chuck Hagel als neuen Verteidigungsminister durchsetzen. Bei der Abstimmung stimmten vor allem die eigenen Parteikollegen gegen den Republikaner.

Der ehemalige republikanische Senator aus Nebraska, Chuck Hagel. ap

Der ehemalige republikanische Senator aus Nebraska, Chuck Hagel.

WashingtonDie Berufung des US-Republikaners Chuck Hagel zum neuen Pentagonchef ist ein großes Stück näher gerückt. Der Verteidigungsausschuss des US-Senats stimmte am Dienstag der Personalentscheidung von Präsident Barack Obama aber nur knapp zu. Die Entscheidung fiel mit 14 zu 11 Stimmen. Abgesehen von einer Enthaltung stimmten die republikanischen Mitglieder des Ausschusses geschlossen gegen ihr Parteifreund. Nun muss noch der gesamte Senat grünes Licht geben, bevor Hagel (66) die Nachfolge des bereits offiziell verabschiedeten Leon Panetta als Verteidigungsminister antreten kann.

Laut „Washington Post“ könnte bereits am Mittwoch der gesamte Senat über Hagel abstimmen. Der Ex-Senator hatte sich in der Vergangenheit als ausgesprochener Querdenker entpuppt und seine eigenen Parteifreunde verprellt - etwa mit seiner offenen massiven Kritik am Irakkrieg unter dem damaligen republikanischen Präsidenten George W. Bush. Im Zuge des Bestätigungsverfahrens im Senat hatte er aber einen Teil der Bedenken gegen ihn ausräumen können - wenn auch nicht bei allen Republikanern.

Der Vietnamkriegsveteran Hagel setzt wie Obama auf Diplomatie und Dialog bei der Lösung von Konflikten und sieht in der Anwendung von militärischer Gewalt ein allerletztes Mittel. So hatte er sich in der Vergangenheit gegen ein Militärschlag im Atomstreit mit dem Iran ausgesprochen und sich skeptisch über Sanktionen geäußert. Damit erzürnte er nicht nur die eigene Partei, sondern auch pro-israelische Gruppen. Frühere Äußerungen über eine „jüdische“ Lobby, die auf Politiker in Washington einschüchternd wirke, lieferten seinen Gegnern weitere Munition.

Im Bestätigungsverfahren im Senat nannte Hagel dann den Iran aber eine „erhebliche Bedrohung“ und betonte, er werde sich im Umgang mit Teheran alle Möglichkeiten offenlassen. Seine Ausdrucksweise „jüdische Lobby“ bezeichnete er in einem Brief an eine jüdische Senatorin als „schlechte Wortwahl“. Hagel entschuldigte sich auch für einen abfälligen Kommentar zur Nominierung eines schwulen Botschafters vor 14 Jahren, die von Liberalen beanstandet worden war. Danach ist der Widerstand gegen seine Berufung an die Pentagonspitze merklich geschrumpft.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Brasil

13.02.2013, 01:12 Uhr

Na, findet sich wohl in den reihen der Demokraten keiner der den Job als Kriegsminister wahrnehmen moechte. Kluger Schachzug, denn dann sind die Republikaner bei den Kriegen im Boot!
Verteidigungsminister ist wohl wirklich die falsche Bezeichnung, ausser sie meinen alles zu Errobern und dann zu Verteidigen, was ihnen nicht gehoert. Normalerweise heisst das aber Imperialismus!

Hagbard_Celine

14.02.2013, 09:22 Uhr

Hagel ist eine erhliche Haut die sich ausschliesslich den US Interessen verpflichtet sieht und kein Kriegstreiber der "zwei Herren dient".

Mit ihm kann Amerika und fast die gesamte Welt sehr gut leben.

Zu seinen Gegnern gehört unter anderem Schelby Adelson:

http://www.huffingtonpost.com/2012/10/27/sheldon-adelson-super-pac_n_2030517.html

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