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11.04.2012

19:31 Uhr

Umstrittenes Gedicht

Grass rückt israelische Regierung in Stasi-Nähe

An ein „Verdikt des Ministers Mielke“ erinnere ihn das Einreiseverbot, das der israelische Innenminister gegen ihn ausgesprochen hat, schreibt der Schriftsteller Günter Grass in einem Zeitungsbeitrag.

Günter Grass: Sein Gedicht hatte für viel Furore gesorgt. Reuters

Günter Grass: Sein Gedicht hatte für viel Furore gesorgt.

Der Schriftsteller Günter Grass vergleicht das von Israel verhängte Einreiseverbot gegen ihn mit den Methoden der früheren DDR-Staatssicherheit. Ihm sei in der Vergangenheit zwei Mal die Einreise in ein Land verwehrt worden - in die DDR und nach Birma, schreibt der Literaturnobelpreisträger in einem Beitrag für die „Süddeutsche Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

„Jetzt ist es der Innenminister einer Demokratie, des Staates Israel, der mich mit einem Einreiseverbot bestraft und dessen Begründung für die von ihm verhängte Zwangsmaßnahme - dem Tonfall nach - an das Verdikt des Ministers Mielke erinnert“, schreibt Grass. Erich Mielke war der Chef der Stasi.

Grass hatte in seinem Gedicht „Was gesagt werden muss“ Israel vorgeworfen, den Weltfrieden zu gefährden, indem es Iran mit Atomwaffen bedrohe.

Von

dpa

Kommentare (69)

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R.Ruf

11.04.2012, 20:26 Uhr

Grass darf nur aus Gründen der israelischen Innenpolitik nicht einreisen. Der zuständige Minister muß sich profilieren. Es gibt genügend liberale Israelis, die das Einreiseverbot für absolut überzogen ansehen.
In Israel selber wird ein möglicher Militäreinsatz völlig konträr diskutiert, wie das in einer Demokratie üblich ist.

Rheinschwimmer

11.04.2012, 20:35 Uhr

Also hier muß wohl einiges zurecht gerückt werden
1. Der khsarische Anteil ist deutlich. geringer und überhaupt nicht bezifferbar.

2. Es gibt schwere Konflikte mit den Palestinensern, aber keinen Völkermord.

3. Das Bestzungsregim hat viele unschöne Seiten und sollte durch eine zwei Staaten Lösung beendet werden.

Rudolph

11.04.2012, 20:38 Uhr

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