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18.02.2014

14:04 Uhr

Umstrittenes Verfahren

Neuer Prozess gegen Putin-Gegner eröffnet

Bis zu zehn Jahre Haft drohen zwei Gegnern von Kremlchef Putin: Sergej Udalzow und Leonid Raswosschajew von der Linken Front wiesen allerdings den Vorwurf zurück, sie hätten gewaltsame Proteste gegen Putin organisiert.

Der russische Oppositionsführer Sergej Udalzow. Wegen der Organisation von Massenunruhen wurde ein Verfahren gegen ihn eingeleitet. dpa

Der russische Oppositionsführer Sergej Udalzow. Wegen der Organisation von Massenunruhen wurde ein Verfahren gegen ihn eingeleitet.

MoskauZwei bekannten Gegnern von Kremlchef Wladimir Putin drohen in Moskau in einem umstrittenen Verfahren bis zu zehn Jahre Haft. Sergej Udalzow von der außerparlamentarischen Linken Front und sein Mitarbeiter Leonid Raswosschajew wiesen zu Prozessbeginn am Dienstag den Vorwurf zurück, sie hätten im Mai 2012 gewaltsame Proteste gegen Putin organisiert. Das Verfahren sei politisch motiviert, sagte Udalzow der Agentur Interfax zufolge. Der 37-Jährige gilt als einer der charismatischsten Oppositionsführer. Er steht seit mehr als einem Jahr unter Hausarrest mit strengen Auflagen.

Am 6. Mai 2012 - dem Vorabend von Putins Amtseinführung - waren Massenproteste von Kremlgegnern eskaliert. Polizei und Demonstranten machen sich gegenseitig dafür verantwortlich. Ein weiterer Mitarbeiter Udalzows, Konstantin Lebedew, war im April 2013 wegen der „Organisation von Massenunruhen“ zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte seine Schuld eingeräumt - nach Ansicht von Bürgerrechtlern unter massivem Druck.

Noch in dieser Woche wird zudem ein Urteil gegen mehrere Aktivisten wegen der Teilnahme an den Protesten erwartet. Die Staatsanwaltschaft hat bis zu sechs Jahre Haft gefordert.

Von

dpa

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