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26.06.2013

00:43 Uhr

Umweltschutz

Obama will Milliarden Tonnen CO2 reduzieren

Die USA und Klimaschutz, das scheint nicht zusammenzupassen. Obama will das ändern. Der US-Präsident plant ein ganzes Paket von Vorhaben, um Treibhausgase zu reduzieren. Den Kongress könnte er dabei umgehen.

Obama will Projekte für erneuerbare Energien wie Windräder oder Solar-Paneelen auf regierungseigenem Land erlauben. ap

Obama will Projekte für erneuerbare Energien wie Windräder oder Solar-Paneelen auf regierungseigenem Land erlauben.

WashingtonUS-Präsident Barack Obama hat am Dienstag einen ehrgeizigen Plan zum Kampf gegen den Treibhauseffekt vorgelegt. Zentraler Punkt ist demnach erstmals die Reduzierung der Luftverpestung durch bestehende Kohlekraftwerke. Er werde die Umweltbehörde EPA anweisen, Regeln für bestehende und geplante Kraftwerke auszuarbeiten, sagte Obama in einer Rede in der Georgetown-Universität in Washington.

"Mit dem unbegrenzten Ausstoß von Kohlendioxid muss Schluss sein", forderte Obama. Er wolle eine marktkonforme Lösung zum Klimaschutz, das Problem müsse aber dringend angegangen werden.

Die USA hätten als weltgrößte Volkswirtschaft und zweitgrößter Kohlendioxid-Luftverschmutzer auch international eine Pflicht, die Führerschaft beim Klimaschutz zu übernehmen. Der Klimawandel sei ein Fakt, sagte Obama. „Die Frage ist, ob wir den Mut zum Handeln haben. ... Als Präsident, Vater und Amerikaner bin ich hier, um zu sagen, dass wir handeln müssen.“

In den USA sind die Kraftwerke, von denen die meisten mit Kohle betrieben werden, für rund ein Drittel des Treibhausgas-Ausstoßes der weltgrößten Volkswirtschaft verantwortlich. Ein früherer Vorstoß Obamas war am Widerstand der Republikaner gescheitert. Experten erwarten, dass es Anreize für Kraftwerksbetreiber geben wird, von Kohle auf Erdgas umzustellen.

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Weitere Teile des Programms sind nach Angaben Obamas unter anderem neue Standards für den Benzinverbrauch schwerer Lastwagen und neue Zielwerte für den Energieverbrauch von Geräten und Gebäuden. Das Paket solle zusammen mit bestehenden Maßnahmen die Kohlendioxid-Verschmutzung bis 2030 um drei Milliarden Tonnen reduzieren. Das entspricht laut „New York Times“ der Hälfte der bisherigen Jahres-Emissionen.

Die „New York Times“ sprach vom bisher weitreichendsten Programm eines US-Präsidenten, um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts beim Umweltschutz zu bewältigen. Keine der vom Präsidenten angestrebten Maßnahmen erfordere die Zustimmung des Kongresses, der bisher jedes wichtige Vorhaben gegen den Klimawandel blockiert hatte.

Im einzelnen will der Präsident zum ersten Mal die CO2-Emissionen bestehender Kraftwerke begrenzen, wie ein Regierungsbeamter erläuterte. Er werde die Umweltbehörde EPA anweisen, bis Juni 2014 in Zusammenarbeit mit den Bundesstaaten und der Industrie Standards für den Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen auszuarbeiten. Diese Regeln könnten dann ein Jahr später „stehen“.

Zugleich stellte Obama in seiner Rede Pläne zur Förderung erneuerbarer Energien Maßnahmen gegen die Erderwärmung sowie den Schutz der USA vor Stürmen und einem steigenden Meeresspiegel vor. Beispielsweise wolle er Projekte für erneuerbare Energien wie Windräder oder Solar-Paneelen auf regierungseigenem Land erlauben. Acht Milliarden Dollar (6,1 Milliarden Euro) an Kreditgarantien sollen der Förderung innovativer Projekte etwa zur Drosselung des Energieverbrauchs dienen.

Kommentare (26)

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kraehendienst

25.06.2013, 18:38 Uhr

Ihm steigt jetzt wohl selbst das CO2 zu Kopf oder vielleicht hat er realisiert, in welch eine Welt er seine Kinder entlässt? Wie will er denn diese Interessen etwa gegen Exxon Mobil u.a. Konzerne durchsetzen, die ihn mehr oder weniger mit Mio. Dollar gewählt haben??? Oder hat die heilige Pfarrerskuh in Berlin hierzu ihre für den Herrn konservativ-europäischen Ängste wirksam vorgetragen? Oder muss er unbedingt wieder Boden gewinnen wegen Prism?

Rainer_J

25.06.2013, 21:53 Uhr

Wer glaubt diesen Klima-Scheiß denn immer noch?

Reines Ablenkthema, um die NWO durchzusetzen.

NKM

25.06.2013, 21:57 Uhr

Mhhh...man merkt - es ist Obamas 2. und damit letzte Amtszeit.
Da kann man schonmal viel "wollen" und auch viel versuchen noch durchzusetzen. Vorausgesetzt natürlich, das er es wirklich will.
Mal schauen was daraus wird ;-)

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