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30.03.2017

14:13 Uhr

UN-Bericht

Mehr als fünf Millionen Flüchtlinge aus Syrien

Vor einem Jahr hatte sich die internationale Gemeinschaft auf zusätzliche Hilfe für syrische Flüchtlinge geeinigt. Doch alles läuft nach UN-Angaben schleppend. Die Zahl der Flüchtlinge ist über fünf Millionen gestiegen.

Die internationale Gemeinschaft müsse ihre Hilfe weiter verstärken, forderte der UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi. dpa

Luftangriffe in Vorort von Damaskus

Die internationale Gemeinschaft müsse ihre Hilfe weiter verstärken, forderte der UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi.

GenfVor dem Grauen des syrischen Bürgerkriegs sind inzwischen mehr als fünf Millionen Menschen vor allem in die Nachbarländer geflohen. Die Zahl der hauptsächlich in Ländern wie der Türkei, dem Libanon, Jordanien, dem Irak und Ägypten registrierten Flüchtlinge liege nun bei 5,018 Millionen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Donnerstag in Genf mit. Diese Zunahme liege hauptsächlich an der jüngst erfolgten Registrierung von einigen 10.000 Flüchtlingen in der Türkei, sagte ein UNHCR-Sprecher.

Außerdem sind von den insgesamt 22 Millionen Syrern mehr als sechs Millionen innerhalb des Landes auf der Flucht. In dem seit sechs Jahren dauernden Konflikt sind bisher rund 400.000 Menschen ums Leben gekommen.

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Die syrische Regierung und die Rebellen wollen die Bewohner mehrerer belagerter Ortschaften austauschen. Im diesem Zuge gelte auch eine Waffenruhe. Assad erzielt dank Russland und Iran weitere militärische Erfolge.

Die internationale Gemeinschaft müsse ihre Hilfe weiter verstärken, forderte der UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi. So sei ein Jahr nach der Forderung, 500.000 Plätze zur Wiederansiedlung zu schaffen, gerade erst die Hälfte erfüllt. „Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir 2017 und darüber hinaus unsere Anstrengungen verstärken“, sagte Grandi. Im März 2016 hatten sich Dutzende wohlhabende Staaten darauf geeinigt, zur Entlastung der von der Flüchtlingskrise besonders betroffenen Nachbarländer zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Ziel war es, zumindest zehn Prozent der damals rund 4,8 Millionen Flüchtlinge aufzunehmen.

„Wir haben noch einen langen Weg vor uns, die Wiederansiedlung voranzutreiben“, sagte Grandi. Er warb erneut dafür, auch andere Wege für legale Einreise- und Aufenthaltsmöglichkeiten zu öffnen. So tritt das UNHCR dafür ein, in humanitären Fällen Sondervisa auszustellen oder Hochschulstipendien, Familienzusammenführungen und auch private Patenschaften zu ermöglichen. „Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir 2017 und darüber hinaus unsere Anstrengungen verstärken“, sagte Grandi.

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Im März 2011 war es in der syrischen Hauptstadt Damaskus erstmals zu größeren Protesten gekommen, aus denen sich der Bürgerkrieg entwickelte. Seit Ende Dezember gilt eine von Russland und der Türkei vermittelte Waffenruhe. Trotzdem kommt es täglich weiterhin zu Angriffen und Kämpfen. 14 Millionen Syrer sind laut Hilfsorganisationen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Von

dpa

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