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07.06.2011

12:14 Uhr

UN-Generalsekretär

Deutschland unterstützt Kandidatur von Ban Ki Moon

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kann bei seiner Kandidatur für eine zweite Amtszeit mit breiter Zustimmung rechnen. Auch Bundesaußenminister Westerwelle signalisierte Unterstützung, pochte aber auf notwendige Reformen.

UN-Generalsekretär Ban habe seine bisherige Amtszeit überzeugend wahrgenommen. Quelle: dpa

UN-Generalsekretär Ban habe seine bisherige Amtszeit überzeugend wahrgenommen.

WashingtonBei seiner Kandidatur für eine zweite Amtszeit an der Spitze der Vereinten Nationen kann UN-Generalsekretär Ban Ki Moon mit der Unterstützung Deutschlands rechnen. Der Südkoreaner habe seine bisherige Amtszeit sehr überzeugend wahrgenommen, sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle am Montagabend (Ortszeit) in Washington.

Der 66-jährige Ban hatte am Montag in New York seine Kandidatur bekanntgegeben. Kurz zuvor hatte ihm die asiatische Staatengruppe bei der Weltorganisation ihre Unterstützung zugesagt. Auch Frankreich signalisierte Zustimmung. Nach Einschätzung aus diplomatischen Kreisen gibt es an seiner Wiederwahl kaum Zweifel.

„Ban Ki Moon steht für Ausgleich, für Fairness zwischen den Ländern und er steht für friedliche Konfliktlösung. Das ist auch die Politik, die Deutschland in den Vereinten Nationen unterstützt.“ Er sei ein Generalsekretär, der die UN stärke, sagte Westerwelle.

Der Außenminister wiederholte zugleich den deutschen Wunsch nach einem ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat, wo die Bundesrepublik derzeit als nichtständiges Mitglied vertreten ist. Er betonte die „deutsche Bereitschaft, als Interessensvertreter europäischer Anliegen mehr Verantwortung zu übernehmen“.

Westerwelle bekräftigte, die UN müssten dringend reformiert werden. „Es bleibt dabei, Deutschland ist der Überzeugung, dass die Vereinten Nationen reformiert werden müssen. Sie spiegeln die Gewichte unserer heutigen Welt so nicht mehr wieder, sondern eher die Verhältnisse wie sie nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen sind.“ Dass etwa Lateinamerika oder ein ganzer Kontinent wie Afrika nicht ständig im UN-Sicherheitsrat vertreten seien, müsse geändert werden.

Von

dpa

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