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31.05.2013

04:06 Uhr

UN-Plan

Agrarsubventionen zentral im Kampf gegen Armut

Im vergangenen Jahrzehnt ist die Armut so schnell zurückgegangen wie noch nie. Dennoch fordert eine Expertengruppe einen verstärkten Kampf, um Armut weltweit zu beenden – und stellte einen Zwölf-Punkte-Plan vor.

Die Expertengruppe legt den Fokus auf nachhaltige Entwicklung. Umweltzerstörung sei eine „beispiellose Gefahr für die Menscheit“. ap

Die Expertengruppe legt den Fokus auf nachhaltige Entwicklung. Umweltzerstörung sei eine „beispiellose Gefahr für die Menscheit“.

New YorkMit einem ehrgeizigen Fahrplan wollen die Vereinten Nationen bis zum Jahr 2030 extreme Armut in der Welt beseitigen. Eine Expertengruppe unter Vorsitz von Staats- und Regierungschefs aus Großbritannien, Indonesien und Liberia übergab am Donnerstag einen Plan mit zwölf Punkten und 54 Zielen an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Die Autoren schlagen unter anderem vor, Agrarsubventionen radikal zu streichen, gegen Steueroasen vorzugehen und sicherzustellen, dass multinationale Konzerne ihre Steuern ordnungsgemäß abführen.

Unter anderem werden in dem Papier auch eine gesicherte Nahrungsversorgung, nachhaltige Energie sowie der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen gefordert, dazu etwa die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Förderung von Wirtschaftswachstum und die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern.

OECD: Weiter starkes Wachstum in Afrika

OECD

Weiter starkes Wachstum in Afrika

Keine Region in der Welt wächst so rasch wie Afrika. Das soll auch 2014 so bleiben. Aber der Wirtschaftsboom hilft kaum, Armut zu beseitigen. OECD und UNDP warnen sogar vor Verschlechterungen im Gesundheits- und Bildungsbereich.

„Unsere Vision und unsere Verantwortung ist es, extreme Armut in allen Formen zu beenden, indem wir eine nachhaltige Entwicklung auf den Weg bringen“, hieß es in der Erklärung des Gremiums, dem auch der britische Premierminister David Cameron angehört.

Die Autoren des Plans wiesen auch darauf hin, dass die vergangenen 13 Jahren „den schnellsten Rückgang der Armut in der Geschichte der Menschheit“ gebracht hätten. Als extrem arm gilt, wer weniger als 1,25 Dollar pro Tag zur Verfügung hat.

Kommentare (1)

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Stoppt-die-Agrarsubventionen

31.05.2013, 07:17 Uhr

Ein richtiger Schritt, die Abschaffung der Agrarsubventionen, der unverzüglich vollzogen werden muss. Damit einher müssen die Agrarmärkte liberalisiert und die Abschottungspolitik von den USA und Europa verboten werden!

Der Etat für Agrarsubventionen beläuft sich allein in der EU auf 420 Mrd. Euro.

Ein Bauernhof mit 250ha Anbaufläche erhält ca. 100.000 Euro
jährliche Subventionen. Dieses Geld stammt von uns Steuerzahlern. Der Bauer muss dafür keinen Finger krumm machen - er bekommt das Geld auch wenn er keinen einzigen Grashalm anbauen würde.

Allein die Preise für Agrarprodukte würde in Deutschland auf einen Schlag 30% preiswerter. Angebot und Nachfrage würden darüber hinaus zu einem ausgewogenen Mix im Anbau von Agrarprodukten führen. Überproduktion und das Wegwerfverhalten von Lebensmitteln würde ebenso eingedämmt. Die Erzeugung von Lebensmitteln zu Heizzwecken wäre nicht mehr attraktiv.

Die Agrarlobby gehört mit zu den mächtigsten Interessenverbänden und wird die Abschaffung der Subventionen mit aller Macht verhindern wollen. Solange werden wir mit unseren Steuern nicht nur Trecker, Autos und Urlaub unserer Bauern finanzieren, sondern großen Konzernen, wie Bayer, Monsanto usw. satte Gewinne in die Kassen spülen. Sie alle profitieren umfangreich von der durch Subventionen fehlgesteuerten Agrarpolitik.

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