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12.08.2016

22:16 Uhr

UN-Sicherheitsrat droht Konfliktparteien mit Waffenembargo

Mehr Blauhelme in den Südsudan

Die Vereinten Nationen senden 4000 weitere Soldaten in das Krisengebiet Südsudan. Und wenn die Konfliktparteien nicht aufhören zu kämpfen, will die Uno ein generelles Waffenembargo durchdrücken.

4000 weitere UN-Truppen sollen in den Südsudan verlegt werden, um das Töten im Bürgerkrieg zu beenden. Doch die Regierung will nicht zustimmen. Sie fürchtet eine schleichende Entmachtung. AP

Ein Panzerfahrzeug der UN in einem Flüchtlingslager im Sudan.

4000 weitere UN-Truppen sollen in den Südsudan verlegt werden, um das Töten im Bürgerkrieg zu beenden. Doch die Regierung will nicht zustimmen. Sie fürchtet eine schleichende Entmachtung.

New YorkDer UN-Sicherheitsrat hat am Freitag die Entsendung von zusätzlich 4000 Blauhelmsoldaten in den Südsudan beschlossen. Das oberste UN-Gremium verabschiedete eine von den USA eingebrachte Resolution, die der Regierung in Juba mit der Verhängung eines Waffenembargos droht, sollte sie die UN-Truppen behindern. Die Blauhelmsoldaten sollen in dem Bürgerkriegsland für ein Ende der Kämpfe zwischen den Truppen von Präsident Salva Kiir und den Rebellen von Riek Machar sorgen.

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Der Konflikt dauert seit zweieinhalb Jahren an, Zehntausende starben, Millionen sind auf der Flucht. Nun erfassen neue Kämpfe den Nordwesten des Südsudans. Das Rote Kreuz nennt die Lage „besorgniserregend“.

Der Südsudan stimmte kürzlich der Entsendung weiterer UN-Truppen grundsätzlich zu. Sie sollen helfen, das fragile Friedensabkommen von August 2015 umzusetzen, das eine Machtteilung zwischen den Konfliktparteien vorsieht. 13.500 Blauhelmsoldaten sind bereits im Südsudan stationiert, doch es gelingt ihnen nicht, das Land zu befrieden. Heftige Kämpfe Anfang Juli hatten ein erneutes Aufflammen des Bürgerkriegs befürchten lassen.

In dem jungen Staat war im Dezember 2013 der lange schwelende Machtkampf zwischen Kiir und seinem Vize Machar eskaliert. Seitdem wurden bei Kämpfen und ethnisch motivierten Massakern zehntausende Menschen getötet und Millionen weitere aus ihren Häusern vertrieben. Unter internationalem Druck einigten sich die Rivalen schließlich auf eine Machtteilung, doch zerbrach die Einheitsregierung Anfang Juli nach nur wenigen Tagen. Fast 300 Menschen wurden bei erneuten Kämpfen getötet.

Von

afp

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