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23.05.2014

07:48 Uhr

UN-Sicherheitsrat

Sanktionen gegen Boko Haram beschlossen

Die islamische Sekte Boko Haram gilt nun offiziell als Terrorgruppe. Der UN-Sicherheitsrat hat gegen die Gruppe Sanktionen verhängt und sieht darin einen wichtigen Schritt in der Unterstützung Nigerias.

Der Kopf von Boko Haram, Abubakar Shekau, zu sehen in einem Video der Terrororganisation. ap

Der Kopf von Boko Haram, Abubakar Shekau, zu sehen in einem Video der Terrororganisation.

New YorkDer UN-Sicherheitsrat hat die islamistische Sekte Boko Haram offiziell als Terrorgruppe eingestuft und Sanktionen gegen die Gruppe verhängt. Die amerikanische UN-Botschafterin Samantha Power sprach von „einem wichtigen Schritt, die Regierung Nigerias bei ihren Bemühungen im Kampf gegen Boko Haram zu unterstützen und deren mörderische Führung für ihre Grausamkeiten zur Verantwortung zu ziehen“.

Boko Haram hat in diesem Jahr bei Anschlägen und Angriffen bereits mehr als 2000 Menschen in Nigeria getötet. Zudem geht die Entführung von mehr als 300 Schulmädchen im vergangenen Monat auf das Konto der Organisation.

Nigeria hatte den zuständigen Ausschuss im Sicherheitsrat gebeten, Boko Haram auf die Liste der Organisationen mit Verbindungen zur Terrororganisation Al-Kaida zu setzen. Das bedeutet unter anderem, dass ein Waffenembargo gegen die Gruppe verhängt und deren Vermögen eingefroren werden können.

Die anderen 14 Sicherheitsratsmitglieder hatten bis Donnerstagabend Zeit, dem Beschluss zu widersprechen. Als das Ultimatum verstrich, wurde die Gruppe unter ihrem vollen Namen Jama'atu Ahlus-Sunna Lidda'Awati Wal Jihad alias Boko Haram in die Sanktionsliste aufgenommen.

Der Leiter des zuständigen Strafmaßnahmen-Gremiums, Gary Quinlan, sagte, es gebe sehr klare Beweise, dass Boko-Haram-Mitglieder mit der Al-Kaida im Islamischen Maghreb gemeinsame Trainingseinheiten absolviert hätten. Dabei sei vor allem der Gebrauch von selbst gebauten Sprengsätzen geübt worden.

Es gebe auch Hinweise, dass eine erhebliche Zahl von Vertretern von Boko Haram an der Seite von Extremisten der Al-Kaida in Mali gekämpft hätten, sagte Quinlan weiter.

Von

ap

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

23.05.2014, 09:58 Uhr

und was sagen unsere Islamunterstützer, wie Hr. Gauck dazu? Ist deren Protest schon unterwegs? Deutschland soll doch islamistisch werden!

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