Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.10.2011

10:35 Uhr

UN-Sicherheitsrat

Slowenien und Aserbaidschan Kopf an Kopf

Die UN-Vollversammlung hat sich noch immer nicht auf einen östlichen Kandidaten für den Sicherheitsrat geeinigt. Slowenien und Aserbaidschan zeigten sich in der Gruppe „Osteuropa und frühere Sowjetunion“ ähnlich stark.

Der UN-Sicherheitsrat tagt in New York. dpa

Der UN-Sicherheitsrat tagt in New York.

New YorkAuch nach zehn Wahlgängen hat sich die Vollversammlung der Vereinten Nationen am Freitag nicht auf einen östlichen Kandidaten für den UN-Sicherheitsrat einigen können. Bis zuletzt waren Slowenien und Aserbaidschan aus der Ländergruppe „Osteuropa und frühere Sowjetunion“ ähnlich stark, auch wenn sich die anfänglich leichte Mehrheit für die Slowenen nach und nach in einen etwas deutlicheren Vorteil der Aserbaidschaner verwandelte. Zuvor waren bereits vier neue Mitglieder für das mächtigste UN-Gremium gewählt worden.

Der Sicherheitsrat besteht aus fünf ständigen und zehn nichtständigen Mitgliedsländern, von denen jedes Jahr fünf ausgewechselt werden. Vor einem Jahr hatte Deutschland - knapp, aber im ersten Wahlgang - gegen Portugal und Kanada gewonnen und ist in diesem und im nächsten Jahr Mitglied des Sicherheitsrates. Im ersten Wahlgang wurden am Freitag Guatemala (191), Pakistan (129) und Marokko (151) gewählt. Im dritten Wahlgang setzte sich Togo (131) gegen Mauretanien (61) durch.

Ein Land braucht im UN-Parlament die Zweidrittelmehrheit der 193 Nationen. Slowenien, bereits 1998/1999 einmal im mächtigsten UN-Gremium, hatte zunächst mit 99 Stimmen einen leichten Vorsprung vor Neuling Aserbaidschan mit 93 Stimmen. Ungarn hatte nach dem ersten Wahlgang verzichtet. Nach zehn Wahlgängen kamen die Aserbaidschaner zwar auf 113 Stimmen und lagen damit deutlich vor den Slowenen mit nur noch 77. Von der nötigen Mehrheit war die Kaukasusrepublik weiter deutlich entfernt.

Die Wahl soll am Montag weitergehen. Vor fünf Jahren dauerte die Suche zwei Wochen und gut 40 Wahlgänge. 1979 waren es zwischen Kuba und Kolumbien sogar 155 Wahlgänge in zehn Wochen. Dann einigten sich beide - auf Mexiko.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×