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05.05.2011

14:59 Uhr

Unabhängiger Palästinenserstaat

Berlin kritisiert Frankreichs Alleingang

Die Versöhnung zwischen den Palästinensergruppen Hamas und Fatah stößt in Europa auf geteilte Reaktionen. Paris begrüßt das Abkommen, Berlin ist skeptisch. Nun will Palästinenser-Chef Abbas Kanzlerin Merkel überzeugen.

Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Quelle: dpa

Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

BerlinDie Ankündigung Frankreichs, einen unabhängigen Palästinenserstaat auch gegen den Willen Israels anzuerkennen, ist in Berlin auf Kritik gestoßen. Unions-Fraktionsvize Andreas Schockenhoff forderte eine gemeinsame Haltung der Europäischen Union (EU) zur möglichen Staatsgründung der Palästinenser. "Die Botschaften, die aus Paris, London und Berlin an Israelis und Palästinenser vermittelt werden, müssen im Nahost-Quartett ganz eng abgestimmt sein", sagte er dem Berliner Tagesspiegel. "Einen einseitigen Vorstoß halte ich für falsch."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wollte am Nachmittag in Berlin Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas treffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand dabei das weitere Vorgehen nach dem am Vortag in Kairo besiegelten Versöhnungsabkommen zwischen den bislang verfeindeten Palästinenserfraktionen Fatah und Hamas.

Die Bundesregierung hat sich dazu bislang skeptisch geäußert, weil die radikal-islamische Hamas weiter das Existenzrecht Israels infrage stellt. Abbas war auf dem Rückflug von Kairo am Mittwoch in Berlin eingetroffen und kam zunächst mit Außenminister Guido Westerwelle (FDP) zusammen.

Merkel hatte Anfang April erklärt, Deutschland werde eine einseitige Unabhängigkeitserklärung der Palästinenser nicht akzeptieren. Demgegenüber drohte der französische Präsident Nicolas Sarkozy in einem Interview des Nachrichtenmagazins "L'Express": "Wenn der Friedensprozess im September immer noch an einem toten Punkt ist, wird Frankreich in Bezug auf die zentrale Frage der Anerkennung eines palästinensischen Staates seine Verantwortung übernehmen."

Kommentare (2)

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Island

05.05.2011, 15:55 Uhr

Frankreichs Außenpolitik war in der Vergangenheit überwiegend „Pro-Arabisch“. Damit stellte es sich häufig genug gegen seine Europäischen Nachbarn.

Durch diese Außenpolitik erschwert es den Christen und den Juden das Überleben in den ehemaligen „Christlichen Staaten“ (Ägypten, Kleinasien, Libanon, Syrien, Irak, Tunesien, Marokko) dabei besitzt Israel eine Sonderolle.

Kleiner nicht kompletter Historischer Überblick:

Der Französische König plünderte den „Templerordnen“ dieser Orden versuchte in dieser Zeit die Befreiung des „Heiligen Landes“ von den Heiden zu Organisieren.

Als die Türken (keine Araber) wieder vor Wien (Grenzstadt des Reiches) standen, waren es die Polen die uns zu Hilfe kamen.

Die Franzosen haben die Schwäche des Reiches dazu genutzt Elsass-Lothringen zu besetzen.

Im ersten Weltkrieg führten die Mächte der „Entente“ auch ein Embargo gegenüber des „Osmanischen Reiches“ durch, mit dem Wissen das damit Abertausende Christen im heutigen Libanon verhungern würden. (Stichwort: Monokulturen)

Das Embargo gegenüber uns bezahlten wir mit den bekannten „Hungerwinter“.

Island

05.05.2011, 16:35 Uhr

Es wäre fatal einen „Arabischen Staat“ im Herrschaftsgebiet der Juden zu errichten. Die Araber die sich im Gebiet Israels sich aufhalten sollten tendenziell nach Jordanien überführt werden. Die Araber innerhalb des Israelischen Gebietes (Gaza, Westjordanland und das Kerngebiet Israels) besitzen eine höhere Fortpflanzungsrate als die Juden.

Dabei haben die Juden nur ein Durchschnittsalter von 29 Jahren, im Gegensatz zu unserer vergreisenden Gesellschaft von Durchschnittlich 44 Jahren.

Es ist damit eine Frage der Zeit, bis der Einzige „JÜDISCHE STAAT“ vom Erdboden verschwindet.

Die Umsetzung der „Zwei Staaten Regelung“ muss verhindert werden.

Dabei ist die Trennung der Juden von den Arabern eine zwingende „Innenpolitische Maßnahme“ damit das Überleben des jüdischen Volkes gewährleistet wird.

Diese Trennung führt auch zu einer Stabilisierung des Staates „Israel“ die Gefahr von Terroranschlägen im Inland verschwindet damit und die Innere Sicherheit wird erhöht.

Damit ändert sich auch das Politische Klima von den EXTREMEN der „Wagenburg“ Mentalität auf der einen Seite und auf der anderen Seite die Idee „Land gegen Frieden“
zu einer Entspanteren Außen- und Innenpolitik.

Damit also ein Stück Normalität.

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