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09.01.2011

14:41 Uhr

Unabhängigkeit

Lange Schlangen bei Volksabstimmung im Südsudan

Am ersten Tag der Volksabstimmung über einen unabhängigen Südsudan zeichnet sich trotz der Skepsis in vielen arabischen Staaten eine hohe Wahlbeteiligung ab. Vor Ort sind auch prominente Wahlbeobachter.

Mann bei der Stimmabgabe: Das Referendum über die Unabhängigkeit des Südsudans hat begonnen. Reuters

Mann bei der Stimmabgabe: Das Referendum über die Unabhängigkeit des Südsudans hat begonnen.

HB JUBA. Bis zum 15. Januar können die Südsudanesen entscheiden, ob sie künftig in einem eigenen Staat leben oder Teil des Sudan bleiben wollen. In Juba, der Hauptstadt des Südens, bildeten sich vor den Wahllokalen lange Schlangen. Manche Wähler trugen die Flagge der bisher teilautonomen Region um die Schultern geschlungen. Vor den Wahlzentren wurde getrommelt und getanzt.

Hollywood-Star George Clooney, der sich schon seit langem für die westsudanesische Konfliktregion Darfur engagiert, war der wohl prominenteste Wahlbeobachter. Clooney sprach von einem "großartigen Tag für die Welt", an dem ein Land seine Freiheit wählt." Mit dem ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter und dem früheren UN-Generalsekretär Kofi Annan verfolgten auch zwei Friedensnobelpreisträger die historische Abstimmung.

Die meisten arabischen Staaten blicken dagegen mit großer Skepsis auf das Referendum. Die regierungsamtliche syrische Zeitung "Al-Thawra" schrieb am Sonntag, mit der Unabhängigkeit des Südens werde der Traum von der arabischen Einheit weiter beschädigt. Die Abspaltung des Südens diene den Interessen Israels und der USA.

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