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22.04.2014

04:06 Uhr

Unabhängigkeit von Russland

Polen schlägt Energie-Union vor

Schluss mit der Abhängigkeit von Russlands Energie, fordert Polens Ministerpräsident Donald Tusk. Er regt eine Energie-Union an, mit der die EU-Mitgliedsländer ihre Öl und Gasversorgung besser koordinieren könne.

Der polnische Premier Donald Tusk regt eine europäische Energie-Union an - um Russland zu trotzen. AFP

Der polnische Premier Donald Tusk regt eine europäische Energie-Union an - um Russland zu trotzen.

BrüsselAls Reaktion auf die Ukraine-Krise hat Polens Ministerpräsident Donald Tusk die EU aufgefordert, sich unabhängiger von russischen Energie-Lieferungen zu machen. Dazu schlage er den Aufbau einer Europäischen Energieunion nach dem Vorbild der Bankenunion vor, schrieb Tusk in einem Gastbeitrag in der „Financial Times“ (Dienstagausgabe).

Ziel müsse es sein, dass die EU-Staaten in der Energiepolitik und bei der Versorgung mit Öl und Gas enger zusammenarbeiten. Dazu gehöre eine EU-Zentrale, die Gas für alle 28 Mitgliedsländer einkaufe und ein Solidaritätsmechanismus, über den EU-Staaten bei Gasengpässen unterstützt werden.

Zudem müsse die EU ihre fossilen Energie-Alternativen wie Kohle und das umstrittene Schiefergas voll nutzen. Die EU deckt rund ein Drittel ihres Öl- und Gasbedarfs mit Lieferungen aus Russland.

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Aus Sicherheitsgründen

Polens Premier ist für einen Euro-Beitritt

„Polen sollte in der Gruppe der wichtigsten westlichen Staaten verankert werden“, meint Polens Ministerpräsident Donald Tusk und spricht sich für einen Beitritt zur Euro-Zone aus – allerdings erst in einigen Jahren.

„Wie auch immer sich der Konflikt in der Ukraine entwickelt, eine Lehre daraus ist klar: Eine übergroße Abhängigkeit von russischer Energie macht Europa schwach“, schrieb Tusk. Daher müsse die EU ähnlich wie bei der gemeinsamen Aufsicht und Regulierung der Bankenbranche auch im Kampf gegen Risiken in der Energiepolitik enger zusammenarbeiten.

Schließlich bezögen mindestens zehn EU-Länder mehr als die Hälfte ihres Gasbedarfs vom russischen Lieferanten Gazprom. Einige seien sogar völlig von dem staatlich kontrollierten Gasgiganten abhängig. Daher müsse die EU auch die Energie-Kooperation mit den östlichen Nachbarstaaten ausbauen und stärker auf Gas etwa aus den USA und Australien zurückgreifen.

Von

rtr

Kommentare (21)

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Account gelöscht!

22.04.2014, 09:13 Uhr

Polen ist mit seiner krankhaften Russophobie voll auf dem Kriegspfad der US-Administration. Und bemerkt noch nicht mal seinen Irrtum!

Account gelöscht!

22.04.2014, 09:42 Uhr

Wer bezahlt und wer profitiert?!
Antworten bitte, alles andere kann man sich dahin stecken wo es dunkel ist!

Account gelöscht!

22.04.2014, 09:43 Uhr

"krankhaften Russophobie " ?? Polen hat jahrzehntelange Erfahrungen mit seinem östlichen Nachbarn sammeln dürfen. Schon mal daran gedacht, dass es seinen Grund haben könnte, jetzt auf Distanz zu gehen?

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