Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.05.2013

11:57 Uhr

Ungarn

Neonazis wegen Antisemitismus verurteilt

Wegen rassistischer Drohungen und antisemitischer Äußerungen im Rahmen der Tagung des Jüdischen Weltkongresses wurden drei Neonazis in Budapest verurteilt. Das Gericht sprach Bewährungs- und Haftstrafen aus.

Polizeiaufgebot vor dem Hotel InterContinental in Budapest, in dem der Kongress stattfand. dpa

Polizeiaufgebot vor dem Hotel InterContinental in Budapest, in dem der Kongress stattfand.

BudapestEin Gericht in Budapest hat drei Neonazis wegen antisemitischer Äußerungen zu Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt. Die Männer hätten während der Tagung des Jüdischen Weltkongresses vor einem Budapester Innenstadt in Budapester Innenstadt-Hotel „Sieg Heil!“ gerufen und rassistische Drohungen ausgestoßen, als die Delegierten vom Besuch der Synagoge zurückgekehrt seien, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend im ungarischen Radio. Einen tätlichen Angriff der Neonazis hätten Zivilbeamte der ungarischen Kriminalpolizei abgewendet, fügte sie hinzu.

Die drei Verurteilten gehörten zu einer Gruppe von 10 bis 20 Neonazis. Ein Mann muss nun für drei Jahre ins Gefängnis, weil er bereits zuvor eine Bewährungsstrafe wegen eines Drogendelikts erhalten hatte. Die beiden anderen Männer wurden zu jeweils zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Der Jüdische Weltkongress hatte sein jüngstes Plenum in Budapest abgehalten, um auf den wachsenden Antisemitismus in Ungarn aufmerksam zu machen. Die Tagung war am Dienstag zu Ende gegangen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×