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27.04.2011

01:02 Uhr

Die ungarische Polizei mit Rechtsradikalen. Quelle: Reuters

Die ungarische Polizei mit Rechtsradikalen.

BudapestIm zentralungarischen Gyöngyöspata, seit Wochen Ungarns Brennpunkt von Spannungen zwischen Roma und Rechtsradikalen, ist es am Dienstagabend zu einer Schlägerei zwischen beiden Gruppen gekommen.

Fünf Menschen seien verletzt worden, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf die Polizei. Mehrere Schläger seien festgenommen worden. Über die Internet-Plattform Facebook teilte eine romafreundliche Solidaritätsgruppe mit, Kampftruppen der Polizei hätten den Ort umstellt.

Der Anlass der Schlägerei war zunächst unklar. In Gyöngyöspata schwelen seit Wochen Konflikte zwischen Roma und Rechtsradikalen. Über Ostern waren fast 300 Roma aus dem Ort geflohen, weil die rechtsradikale Gruppe Vederö dort ein paramilitärisches Training veranstalten wollte. Die Polizei hatte dies verhindert und die geflohenen Roma kehrten wieder zurück.

MTI berichtete, unter den Schlägern vom Dienstagabend seien auch Vederö-Mitglieder gewesen. Im März war eine andere rechtsradikale, uniformierte Gruppe wochenlang durch das Dorf marschiert und hatte damit unter den Roma Angst und Schrecken verbreitet.

Von

dpa

Kommentare (2)

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drkovir

27.04.2011, 03:05 Uhr

Sie haben hier etwas missverstanden. Am Dienstagabend haben 80 Zigeuner 5 wehrlose Ungarn umstellt und brutal zugerichtet. Ihr Artikel verschweigt diese Tatsache und deutet schleierhaft an, als wären Zigeuner die Opfer. Recherchieren Sie bitte bei nächsten Mal ein bisschen gründlicher, oder ist die schleierhafte Formulierung vielleicht bewusst?

forastero

28.04.2011, 11:54 Uhr

Auch nicht ganz korrekt. Was wirklich passiert ist:
Ein besoffener Rechter geht zur Romazeile, wo etliche Roma stehen und pinkelt in deren Richtung, wobei er herumpöbelt. Drei „Kameraden” wollen ihn zurückrufen, aber er hört nicht auf sie. Kurz danach kommen 40-50 entzürnte Roma mit Knüppeln und Handgeräten und schlagen alle drei krankenhausreif. Die in der Ortschaft stationierte Polizei ist in 90 Sekunden am Tatort und verhindert Schlimmeres.
In der deutschsprachigen Presse wird natürlich wieder Einheitspropaganda verzapft über friedliche Roma die von Bösen Nazis überfallen werden. Den Vogel schießen die Eidgenossen ab, die selbst davor nicht zurückschrecken den verletzten Nazi auf dem Foto als Romaopfer zu präsentieren:
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Ungarns-Roma-fluechten-vor-der-rechtsextremen-Gewalt-/story/26783353

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