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04.03.2016

15:25 Uhr

UNHCR-Direktor für Europa

„48 Prozent der Flüchtlinge in Griechenland sind Syrer“

Als „Krise“ will Vincent Cochetel die Situation in Griechenland nicht bezeichnen. Der Europa-Direktor der Flüchtlingsagentur UNHCR betont: Fast jeder zweite, der in Griechenland festsitze, sei syrischer Kriegsflüchtling.

17 Prozent der ankommenden Menschen in Griechenland sind Iraker, 26 Prozent kommen aus Afghanistan. Die Mehrheit jedoch – rund 48 Prozent – kommt aus syrischen Kriegsgebieten. Reuters

Ankunft auf Lesbos

17 Prozent der ankommenden Menschen in Griechenland sind Iraker, 26 Prozent kommen aus Afghanistan. Die Mehrheit jedoch – rund 48 Prozent – kommt aus syrischen Kriegsgebieten.

BrüsselVon den in Griechenland auf eine Weiterreise nach Mitteleuropa wartenden Flüchtlingen stammt laut Vereinten Nationen jeder zweite aus Syrien. Aus Afghanistan seien es 26 Prozent, aus dem Irak 17 Prozent, sagte Vincent Cochetel, Europa-Direktor des UNHCR, am Freitag in Brüssel. „48 Prozent der ankommenden Menschen sind Syrer. Sie geben sich nicht als Syrer aus, sie sind Syrer“, sagte er.

Griechenland sollte grundsätzlich in der Lage sein, die aktuell ankommenden Flüchtlinge zu beherbergen, sagte er. Wegen Kürzungen sei die griechische Verwaltung aber in ihren Handlungen beschränkt.

„30.000 Menschen sollten in einem EU-Staat unter normalen Umständen kein Notfall sein“, sagte Cochetel. „Ich möchte darauf beharren, dass ich das nicht als Krise bezeichne.“ Das UNHCR sehe nicht, warum die EU nicht in der Lage sein sollte, mit dieser Zahl von Flüchtlingen umzugehen.

Von

dpa

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