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21.02.2017

12:04 Uhr

Unicef

Fast 1,4 Millionen Kindern droht der Hungertod

Nach dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen sind 1,4 Millionen Kinder in vier afrikanischen Staaten, die von Bürgerkrieg und Dürre betroffen sind, vom Hungertod bedroht – und die Hungersnot könnte weiter steigen.

„Für mehr als eine Million Kinder läuft die Zeit ab“, sagte Unicef-Geschäftsführer Anthony Lake. „Noch können wir Leben retten.“ dpa

Dürre

„Für mehr als eine Million Kinder läuft die Zeit ab“, sagte Unicef-Geschäftsführer Anthony Lake. „Noch können wir Leben retten.“

New YorkWegen Mangelernährung droht knapp 1,4 Millionen Kindern in den Ländern Nigeria, Somalia, Südsudan und Jemen nach Unicef-Angaben der Hungertod. Im Jemen, in dem seit zwei Jahren Krieg herrscht, litten rund 462.000 Kinder unter akuter Mangelernährung – ein Anstieg von fast 200 Prozent seit 2014, teilte das Kinderhilfswerk am Dienstag mit. Im Nordosten Nigerias seien 450.000 Kinder betroffen. Im vom Bürgerkrieg zerrissenen Südsudan litten mehr als 270.000 Kinder unter schwerer Mangelernährung, in Somalia derzeit rund 185.000. Diese Zahl könne aber in den kommenden Monaten auf 270.000 steigen.

„Für mehr als eine Million Kinder läuft die Zeit ab“, sagte Unicef-Geschäftsführer Anthony Lake. „Noch können wir Leben retten.“ Die schwere Mangelernährung und die sich abzeichnende Hungersnot seien von Menschen verschuldet. Die Menschlichkeit verlange schnellere Handlungen. Die Tragödie von 2011 mit der Hungersnot am Horn von Afrika dürfe sich nicht wiederholen.

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In Somalia sei die Bevölkerung von Dürre bedroht, berichtete Unicef weiter. Fast die Hälfte der Bevölkerung, knapp 6,2 Millionen Menschen, seien einer akuten Lebensmittelunsicherheit ausgesetzt und bräuchten Hilfe.

Im Bundesstaat Unity im Südsudan, wo eine Hungersnot ausgerufen wurde, leben den Angaben zufolge 20.000 Kinder. Es werde damit gerechnet, dass die Zahl der Menschen im ganzen Land, die durch die Hungersnot betroffen seien, von 4,9 Millionen auf 5,5 Millionen steige, falls nichts unternommen werde.

Von

dpa

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