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04.01.2013

02:07 Uhr

Uno-Beauftragte

„Wir alle haben herumgedoktert, während Syrien brennt“

60.000 Menschen sind nach neuesten Berechnungen bisher im Syrien-Konflikt gestorben. Am Donnerstag kam es zu einem Autobombenanschlag und zu erneuten Gefechten. Doch der UN-Sicherheitsrat hat offenbar einen Plan.

Ein Bild der staatlichen Nachrichtenagentur SANA zeigt die Ermittlungen nach dem Autobombenanschlag in Damaskus. dpa

Ein Bild der staatlichen Nachrichtenagentur SANA zeigt die Ermittlungen nach dem Autobombenanschlag in Damaskus.

Beirut/New YorkBei der Explosion einer Autobombe in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben von Aktivisten am Donnerstagabend mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Die Explosion ereignete sich im Stadtteil Massakin Barse, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien mitteilte.

Die Zahl der Todesopfer werde vermutlich noch steigen, da zahlreiche Menschen sehr schwer verletzt worden seien. In Barse wohnen viele Mitglieder der alawitischen Minderheit. Zu dieser religiösen Gruppe gehört auch Präsident Baschar al-Assad.

In einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Sana war von einem "terroristischen Bombenanschlag" die Rede. Dieser habe einer Tankstelle in der Nähe des Hamisch-Krankenhauses gegolten. In Syrien tobt seit März 2011 ein bewaffneter Aufstand gegen die Staatsführung. Diese bezeichnet die Rebellen üblicherweise als "Terroristen".

Syrische Regierungstruppen haben sich am Donnerstag mit Rebellen zudem erbitterte Kämpfe um den Militärflughafen Taftanas geliefert. Der in der nordwestlichen Provinz Idlib gelegene Luftwaffenstützpunkt gilt als eine der letzten strategischen Bastionen von Präsident Baschar al-Assad. Entsprechend heftig seien die Gefechte um den Flughafen ausgefallen, berichteten Aktivisten und Staatsmedien.

Die Rebellen hatten in den vergangenen Monaten schon mehrfach versucht, den Militärflughafen einzunehmen, von dem aus das Regime Bombenangriffe fliegen lässt. Insgesamt haben die Aufständischen in Idlib und der nahegelegenen Provinz Aleppo fünf Luftwaffenbasen ins Visier genommen. Mit der Strategie wollen die Rebellen die Luftmacht des Regimes brechen, das im Bürgerkrieg verstärkt auf Kampfjets und Helikopter zurückgreift.

Erst am Mittwoch waren bei einem schweren Luftangriff auf eine Tankstelle nahe der Hauptstadt Damaskus Aktivisten zufolge Dutzende Menschen getötet oder verletzt worden. In den Beschreibungen war von einem regelrechten Inferno die Rede. Auf einem authentisch wirkenden Amateurvideo waren ein rund ein Meter tiefer Krater und mindestens zehn Leichen zu sehen. Mehrere Autos standen in Flammen und schwarze Rauchsäulen stiegen zum Himmel auf. Das Video deckte sich mit weiteren Berichten über den Vorfall. Warum die syrische Luftwaffe die Tankstelle angriff, war zunächst unklar.

Am Donnerstag gingen die Angriffe unvermindert weiter. Laut den örtlichen Koordinationskomitees und der Beobachtungsstelle für Menschenrechte kam es in etlichen anderen Damaszener Vororten zu Gefechten und Bombardements. Bei einem der Luftangriffe sei auch ein Gebäude in der Ortschaft Duma getroffen worden.

Erneut Luftangriffe auf syrische Städte

Video: Erneut Luftangriffe auf syrische Städte

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Die Streitkräfte hätten zudem Stellungen in der bei Damaskus gelegenen Rebellenhochburg Daraja zerstört und den Aufständischen dabei schwere Verluste zugefügt, meldete die regierungsnahe Zeitung "Al-Watan." Derzeit hielten sich Tausende Kämpfer der islamistischen Gruppe Dschabhat al Nusra in Vorbereitung einer Offensive auf Damaskus in dem Ort versteckt. Die Extremistengruppe gilt als militärisch besonders schlagkräftig und war in den vergangenen Monaten immer häufiger an erfolgreichen Einsätzen der Aufständischen beteiligt.

Kommentare (8)

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04.01.2013, 02:20 Uhr

O-Ton Handelsblatt
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Die Rebellen hatten in den vergangenen Monaten schon mehrfach versucht, den Militärflughafen einzunehmen, von dem aus das Regime Bombenangriffe fliegen lässt.
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Während das saudische Regime mit Unterstützung des Obama-Regimes den Aufstand der Sunniten angezettelt und durch Lieferung von Waffen und wahabitischen Terroristen angefacht hat.

...

Was läßt das US-Regime eigentlich von seiner Terrorbasis in Ramstein fliegen?

Who-will-Save-Syria

04.01.2013, 04:08 Uhr

Ich hoffe bald! Ist es nicht Selbstverteidigung wenn ich mich Ehen ein Flugzeug wehren das mich töten will???
HÖRT ENDLICH AUF MIT DIESEM TERRORISTEN SCHEISS!!!!!
Egal wann Araber sie wehren sind es Terroristen und immer wieder diese Dummer Amerika hetzte!!! Syrien ist mit nichts vergleichbar!!!!!!!!!!!!!! Du Idiot anonym..... Sorry aber Denk mal bitte an die !!!!! 60 000 !!!!! Menschen!!!! Und die unzähligen verletzten und die Flüchtlinge im Ausland die betteln müssen! Die sie in Syrien unter den Bäumen schlafen weil alles verloren ist! Die Kinder die zum Bäcker laufen und dann einfach weggebommt werden!!!! Es sind Menschen und BASHAR ALASSAD AUCH!!!!!!!

RumpelstilzchenA

04.01.2013, 09:13 Uhr

Die westlichen Terroristen unterstützen die syrischen Terroristen!
???

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